Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist in den letzten zwölf Monaten um knapp fünf Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 38 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2020 ein Vermögen von 2.376 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es 2.268 Milliarden Euro. Darüber informiert der BVI per Aussendung.

Auch wenn fünf Prozent für eine weiter wachsende Fondsbranche sprechen und damit grundsätzlich eine gute Nachricht sind, waren die Zuwächse in früheren Zeiten höher. So belief sich das Plus im Gesamtjahr 2019 auf 16 Prozent. Offenbar hat die Marktkorrektur im ersten Halbjahr 2020 ihre Spuren hinterlassen.

Franzosen vor Amerikanern
Die aktuelle Liste führt BNP Paribas mit einem Vermögen von 643 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank mit 296 Milliarden Euro und HSBC Trinkaus & Burkhardt mit 271 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Ranking per 31.12.2019 hat es keine Änderungen bei den Plätzen gegeben.

Verwahrtes Vermögen von in Deutschland aufgelegten Fonds in Milliarden Euro

Verschiedenste Serviceleistungen
34 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.109 Milliarden Euro tätig, elf mit offenen Immobilienfonds mit einem Vermögen von 239 Milliarden Euro. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 13 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 28 Milliarden Euro. (aa)


Hintergrund zur Statistik:
Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im deutschen Fondsverband BVI. Die Statistik erstellt der BVI in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken.