Die Deutsche Bank startet eine neue Fondsfamilie für ihre Wealth-Management-Kunden. Die Sondervermögen, die von der DWS aufgelegt werden, sollen über börsengehandelte Indexfonds verschiedener Anbieter eine strategische Asset-Allokation (SAA) umsetzen. "Damit reagiert das Geschäft mit Vermögenskunden der Deutschen Bank auf die Nachfrage ihrer Kunden nach einfachen, kostengünstigen und langfristigen Anlageportfolios, die den Herausforderungen instabiler Marktzyklen Rechnung tragen sollen", heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts.

Die Bank betont, bei den neuen Fonds gehe es anders als bei sogenannten diskretionären Anlagen nicht darum, dank taktischer Entscheidungen des Portfoliomanagements mittelfristig einen Index zu schlagen. Vielmehr soll den Kunden eine Investition in die langfristige Marktmeinung des Anlagestrategie-Teams ermöglicht werden. "Strukturelle wirtschaftliche Verschiebungen, die ein Jahrzehnt oder länger andauern, können somit ebenfalls berücksichtigt werden", so die Bank.

"Konservativeres Risikoprofil beibehalten"
Einige der neuen ETF-Dachfonds verfolgen zudem eine systematische Absicherungsstrategie, um das Portfolio vor allzu großen Verlusten zu schützen. "Die 'Plus'-Strategie der SAA-Fonds umfasst unsere Risk-Return-Engineering-Strategie, die sich für das effiziente Steuern von Verlustrisiken bei gleichzeitig minimierten Absicherungskosten mithilfe börsennotierter Optionen bewährt hat", lässt sich Alessandro Caironi zitieren, der den Vertrieb im Wealth Management der Deutschen Bank leitet. "Dies ist gerade jetzt ideal, da es Anlegern ermöglicht, ihr Engagement in Wachstumsanlagen zu erhöhen und gleichzeitig ein konservativeres Risikoprofil beizubehalten."

"Der Zeitpunkt für unsere neuen SAA-Fonds könnte nicht passender sein", ergänzt Wealth-Management-Chef Claudio de Sanctis. "Wealth-Management-Kunden suchen nach robusten und effizienten Möglichkeiten, sich und ihre Familien vor der Art von Volatilität zu schützen, wie wir sie in jüngster Zeit wegen des Coronavirus erlebt haben."

Andere Exklusivfonds-Familien werden ausgedünnt
Die Fonds stehen seit dieser Woche Kunden in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz zur Zeichnung offen. Der erste Nettoinventarwert wird am 30. April berechnet. Im Laufe dieses Quartals sollen die Produkte auch in anderen europäischen Ländern sowie in Asien eingeführt werden.

Die DWS managt bereits seit vielen Jahren mehrere Exklusivfonds für den Vertrieb der Deutschen Bank. Zuletzt stand dieses Geschäft allerdings nicht auf Expansion, sondern auf Konsolidierung: Im März liquidierte die DWS zwei Fonds der DB-Privatmandat-Familie (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)