Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts, über die unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, zeigen: Seit der letzten Berechnung für den Zeitraum 2016 bis 2018 ist die Lebenserwartung von Mädchen und Jungen in der Bundesrepublik jeweils um rund 0,1 Jahre gestiegen. Mädchen, die heute geboren werden, können sich nun über eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83,4 Jahren freuen. Heute geborene Jungen werden im Schnitt 78,6 Jahre alt. 

Im Ländervergleich haben Mädchen und Jungen, die in Baden-Württemberg geboren werden, mit 84,2 beziehungsweise 79,8 Jahren heute die höchste Lebenserwartung. Einen der niedrigsten Werte weist das Saarland auf, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 82,2 Jahre für heute geborene Mädchen, sowie Sachsen-Anhalt, mit 76,4 Jahren für Jungen. Die Differenz zwischen den Geschlechtern ist – zugunsten der Mädchen – mit 6,3 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am größten und mit 4,3 Jahren in Hessen am geringsten. 

In Zukunft noch älter
Die Berechnung, die anhand von Sterbetafeln erstellt wird, ist lediglich eine Momentaufnahme und besitzt keine Aussagekraft für die Zukunft, betonen die Statistiker. Betrachtet man nicht nur die momentane Situation, sondern auch künftige Entwicklungen auf Basis aktueller Trends, könnte die Lebenserwartung für heute geborene Kinder noch deutlich klettern: auf bis zu 93 Jahre für Mädchen und bis zu 90 Jahre für Jungen. (fp)