Die Erholung bei den gewerblichen Versicherungsvermittlern setzt sich fort. Nachdem es lange Jahre nur nach unten ging, kam es im letzten Quartal 2020 zu einer Kehrtwende und einem Anstieg der Vermittlerzahl. Dieser Trend setzte sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres fort. Nun steht nicht nur auf Sicht eines Quartales, sondern auch auf Jahresicht ein Plus zu Buche – das erste Mal seit fast zehn Jahren.

Das zeigen die aktuellen Statistiken des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Vermittlerregister, die FONDS professionell ONLINE ausgewertet hat. Somit ist das Heer der Versicherungsvermittler in etwa so groß wie im Herbst 2019 – vor Ausbruch der Corona-Pandemie.


In der Chartgalerie oben hat FONDS professionell ONLINE die wichtigsten Zahlen zu den 34d-, 34f- und 34i-Vermittlern sowie zu den 34h-Beratern aus dem DIHK-Register grafisch aufbereitet – einfach weiterklicken!


Im Detail verzeichnete das Register des DIHK für Ende März 2021 in Summe 198.773 Versicherungsvermittler mit einer Erlaubnis gemäß Paragraf 34d Gewerbeordnung (GewO). Drei Monate zuvor waren es 197.437 gewesen, was einem Plus von 1.336 Vermittlern entspricht. Die Differenz beruht vor allem auf der gestiegenen Zahl der gebundenen Vertreter, die um 1.171 auf 119.306 zulegte. Bei den freien Maklern gibt es ebenfalls einen Anstieg zu vermelden.

Auch die übrigen Statistiken des DIHK enthalten einige kleinere Überraschungen. Das Lager der gewerblichen Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis nach Paragraf 34f GewO wuchs um 111 Personen auf 38.217 – das entspricht dem höchsten Stand seit Ende 2014. Die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler (34i) steigt seit Einführung dieses neuen Berufsbildes 2016 kontinuierlich und erreichte nun mit 55.226 erneut einen Höchststand.

Honorarberater bleiben in der Nische
Kaum Veränderungen gab es indes bei den Honorar-Finanzanlagenberatern (34h) und Honorar-Immobiliardarlehensberatern. Der DIHK zählte Anfang April 209 Berater mit 34h-Erlaubnis, das ist einer mehr als Anfang des Jahres. Bei den auf Honorarbasis arbeitenden Kreditvermittlern gab es ein Minus von vier, sodass ihre Gruppe auf 671 schrumpfte. (jb/bm)