Sascha Rabe, Direktionsleiter der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Braunschweig, hat Heiko Herdegen für sein Team gewinnen können. Herdegen kommt von der Volksbank Brawo, wo er als Marktbereichsleiter tätig war. "Er wird künftig vom Standort Braunschweig aus vermögende Privatkunden und Unternehmer betreuen", teilt Rabe mit.

Herdegen ist nicht der erste Private Banker, den Rabe davon überzeugen konnte, zu Deutschlands größtem Finanzvertrieb zu wechseln. Schon im November 2020 schloss sich Roland Haffner, der zuvor im Wealth Management der Commerzbank gearbeitet hatte, Rabes bundesweit tätiger Direktion an.

"Chancen für weiteres Wachstum"
Im Jahr 2022 kamen dann Tobias Stahl und Alexander Alten ins Team, wie Rabe auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE erläutert. Stahl hatte ausweislich seines Linkedin-Profils 2017 die Würzburger Niederlassung der Quirin Privatbank geleitet, Alten saß einige Jahre im Vorstand der Heidelberger Volksbank.

"Aus meiner Sicht zeigt diese Entwicklung, dass sich der Markt für die Betreuung vermögender Kunden spürbar verändert", so Rabe. Diese Kunden würden heute "mehr denn je Wert auf eine persönliche, langfristige und unabhängige Beratung" legen. "Gleichzeitig sind viele erfahrene Berater offen für neue berufliche Perspektiven, auch außerhalb des klassischen Bankensektors." Beides schaffe für seine Direktion "Chancen für weiteres Wachstum".

In der Bank kommt der Druck vom Chef, bei der DVAG von den Beratern selbst
Auf den ersten Blick überrascht Rabes Rekrutierungserfolg in diesem Beratersegment. Schließlich genießt die DVAG als provisionsgetriebener Strukturvertrieb mit einer überschaubaren Zahl von Produktgebern nicht den besten Ruf. Eine im regulatorischen Sinne "unabhängige" Beratung können die Handelsvertreter ihren Kunden hier nicht bieten. Allerdings kann das Unternehmen mit dem Argument punkten, seinen Vermittlern keine harten Verkaufsziele zu setzen.

Viele Bankberater leiden unter dem Druck, den ihre Vorgesetzten auf sie ausüben. Die Handelsvertreter der DVAG sind dagegen ihr eigener Herr: Den Druck machen sie sich selbst – ohne Abschlüsse verdienen sie kein oder deutlich weniger Geld. Und auch wenn die Zahl der Produktanbieter, mit denen die DVAG kooperiert, überschaubar ist, ist das Sortiment deutlich breiter als in vielen Banken.

In Rabes Fall kommt hinzu, dass er selbst erfolgreicher Banker war, bevor er sich 2011 als Vermögensberater selbstständig machte. Heute leitet er eine der erfolgreichsten Direktionen der DVAG. Daher kann er Interessierten glaubhaft vermitteln, dass sich ein solcher Schritt auszahlen kann.

"Alle Produktkategorien aus einem Kopf"
Spezielle Produkte für gut betuchte Kunden gibt es bei der DVAG übrigens nicht. Rabe zufolge kann der Finanzvertrieb mit anderen Aspekten punkten. "Unsere sehr vermögenden Kunden schätzen es sehr, dass wir als Allfinanz-Berater alle Produktkategorien aus einem Kopf anbieten", sagt er. "In Banken haben die Kunden häufig einen Ansprechpartner für die Geldanlage, einen anderen für das Kreditgeschäft und noch einen weiteren für das Versicherungsgeschäft."

Hinzu komme ein insgesamt "umfangreiches Produktportfolio für Privat- und Firmenkunden". Mit Blick auf das Investmentgeschäft finde der strukturierte Portfolio-Check großen Anklang. "Diesen Service schätzen unsere vermögenden Kunden sehr", so Rabe. (bm)