Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat 2019 erneut Rekordzahlen geschrieben. Der Umsatz stieg um satte 19,4 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro, geht aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht der DVAG hervor. Der Jahresüberschuss liegt mit 203,6 Millionen Euro ebenfalls so hoch wie nie, nahm aber nur leicht zu: Im Vorjahr hatte diese Zahl bei 202 Millionen Euro gelegen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Besonders erfolgreich lief das Geschäftsfeld Investment: Die Vermögensberater vermittelten Fonds im Volumen von 2,7 Milliarden Euro, das sind 25,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein besseres Neugeschäft hatte die DVAG in diesem Segment zuletzt 2008 erzielt. Der Investmentbestand erreichte mit 29,4 Milliarden Euro eine Rekordmarke.

Allein 557,2 Millionen Euro der Zuflüsse entfallen dabei auf zwei Dachfonds, die die DWS im September 2018 exklusiv für die DVAG aufgelegt hatte: Der Champions Select Balance, der eine Aktienquote von 50 bis 70 Prozent anstrebt, warb 2019 netto 201,6 Millionen Euro ein, geht aus Zahlen des Branchenverbandes BVI hervor. Der Champions Select Dynamic, der eine Aktienquote über 80 Prozent aufweist, verzeichnete sogar 355,6 Millionen Euro Zuflüsse. In Summe verwalteten die beiden Portfolios Ende 2019 knapp 740 Millionen Euro.

Vertriebsorganisation wächst weiter
Gut lief für die DVAG im vergangenen Jahr auch das Geschäft mit der Lebensversicherung: Das Neugeschäft mit Fondspolicen wuchs laut Geschäftsbericht um 11,1 Prozent. Die Versicherungssumme liegt mittlerweile bei 16,6 Milliarden Euro.

Die guten Zahlen sind zu einem guten Teil auf die wachsende Vertriebsorganisation zurückzuführen. 2018 hatte die DVAG die ehemaligen Generali-Vermittler integriert, die 2019 erstmals ein komplettes Jahr für den Finanzvertrieb arbeiteten. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen die Zahl der hauptberuflichen Vermögensberater unter dem Strich um weitere 264 auf über 17.000 steigern. Nach eigenen Angaben betreut die DVAG mittlerweile rund acht Millionen Kunden.

"Persönliche Betreuung durch keine digitale Finanzdienstleistung zu ersetzen"
"2019 war das erfolgreichste Jahr in unserer Firmengeschichte und wir hoffen, diesen Erfolg auch in der Zukunft fortschreiben zu können", lässt sich DVAG-Vorstandschef Andreas Pohl in einer Pressemitteilung zitieren. "Wie sich das kommende Jahr entwickeln wird, lässt sich jedoch aufgrund der gegenwärtigen weltweiten Gesundheitskrise, die sich zu einer Wirtschaftskrise entwickelt hat, nicht vorhersagen."

Die DVAG sei mit ihrem "bewährten Geschäftsmodell" gut aufgestellt, um auch diese Herausforderung zu meistern. "Denn die persönliche Betreuung durch einen Vermögensberater und ein über viele Jahre entstandenes Vertrauensverhältnis sind für die Kunden gerade in der jetzigen existenziellen Ausnahmesituation durch keine digitale und anonyme Finanzdienstleistung zu ersetzen", so Pohl. (bm)