Die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump wird künftig auf amerikanischem Papiergeld zu sehen sein, um das 250-jährige Bestehen des Landes zu würdigen. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Es wäre das erste Mal, dass ein amtierender Präsident auf diese Weise auf der Währung vertreten ist.

Die neuen Banknoten sollen ab dem Sommer ausgegeben werden. Laut einem "Reuters"-Bericht sollen die ersten 100-Dollar-Scheine mit Trumps Unterschrift sowie jener von Finanzminister Scott Bessent im Juni gedruckt werden, weitere Stückelungen folgen in den Monaten danach. Bis die Scheine im Umlauf sind, kann es mehrere Wochen dauern.

"Es gibt keinen wirkungsvolleren Weg, die historischen Leistungen unseres großartigen Landes und von Präsident Donald J. Trump zu würdigen, als US-Dollar-Scheine, die seinen Namen tragen", erklärte Bessent in einer Mitteilung.

Bruch mit historischer Praxis
Bislang trugen US-Banknoten die Unterschriften des Finanzministers und des Treasurer. Künftig soll jedoch erstmals seit 165 Jahren auf die Signatur des Treasurer verzichtet werden.

Lynn Malerba, die das Amt bis 2024 innehatte, ist damit die letzte in einer ununterbrochenen Reihe von US-Treasurern, deren Unterschriften seit 1861 auf US-Geldscheinen erschienen sind. Die Position wurde seither nicht neu besetzt. Als Nachfolger ist Brandon Beach vorgesehen, er wurde allerdings noch nicht offiziell im Amt bestätigt.

Teil größerer Jubiläumsinszenierung
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Trump dem 250. Jubiläum der USA in diesem Jahr seinen Stempel aufdrückt – etwa mit der Planung eines MMA-Kampfs (Mixed Martial Arts) im Weißen Haus, veranstaltet von der UFC (Ultimate Fighting Championship).

Verbündete des Präsidenten haben sich zudem dafür eingesetzt, seinen Namen noch während seiner Amtszeit mit bedeutenden Institutionen zu verknüpfen – etwa mit dem John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington sowie dem Flughafen in Palm Beach, Trumps Wahlheimat in Florida.

Weitere Pläne rund um Trump-Symbolik
Die Aufnahme von Trumps Unterschrift auf US-Geld sei "nicht nur angemessen, sondern auch wohlverdient", erklärte der designierte US-Treasurer Beach in derselben Mitteilung.

Bereits im Oktober hatte Beach gesagt, dass das Ministerium die Prägung einer Ein-Dollar-Münze mit Trumps Abbild prüfe. Zudem genehmigte ein von Trump besetztes Bundesgremium kürzlich das Design einer Gedenk-Goldmünze mit seinem Porträt. (mb)