Anleger haben 2016 mehr Geld in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) getragen. Allein im November flossen weltweit 59 Milliarden US-Dollar in die passiven Produkte. Das verwaltete Vermögen kletterte damit auf 3,45 Billionen Dollar – ein neuer Rekord. Dem unabhängigen Analysehaus ETFGI zufolge ist dies der 34. Monat in Folge mit Mittelzuflüssen.

Gewinner waren im November vor allem ETFs auf Aktienbarometer, die global ein Nettomittelaufkommen von 64,7 Milliarden Dollar verzeichneten. Anleihe-ETFs verbuchten unter dem Strich dagegen Abflüsse von 333 Millionen Dollar, ebenso wie Rohstoff-Produkte mit 3,2 Milliarden. Über das Jahr gesehen verzeichneten die Blackrock-Tochter iShares gefolgt von Vanguard das höchste Mittelaufkommen.

Produktvielfalt nimmt zu
Die Branche steuert damit einmal mehr auf ein Rekordjahr zu. Anleger weltweit greifen zunehmend zu den einfachen und günstigen Investmentvehikeln.

Dementsprechend nimmt die Produktvielfalt zu und die Strategien werden mitunter reichlich komplex. Anbieter tüfteln an neuen, alternativen Indexkonstruktionen. So stieg das verwaltete Vermögen von Smart-Beta-ETFs per Ende November auf 497 Milliarden Dollar – ebenfalls ein neuer Höchststand. Das Analysehaus ETFGI zählte weltweit 6.605 Indexfonds- oder -produkte. Die Zahl der Smart-Beta-Aktien-ETFs stieg auf 1.179. (ert)