Family Offices drängen in Alternatives – meiden aber Gold und Bitcoin
Die Berater hochvermögender Familien investieren häufig in Aktien sowie in Private Equity und Immobilien. Gold und Kryptowährungen spielen nur eine Nischenrolle, zeigt eine Analyse der Großbank JP Morgan. Der Bericht offenbart zudem, was ein Family Office kostet.
Die Betreuer hochvermögender Familien setzen zunehmend auf alternative Anlagen wie Private Equity, Hedgefonds oder Immobilien. Dies zeigt der "Global Family Office Report" für 2026 der amerikanischen JP Morgan Private Bank. Demnach investieren die Family Offices rund 30 Prozent in Privatmarktanlagen. Ein wesentlicher Treiber ist die Furcht vor hohen Teuerungsraten sowie geopolitischen Risiken, wie der Report zeigt.
Doch 72 Prozent der befragten Anbieter meiden Gold, und 89 Prozent schlagen einen Bogen um Kryptowährungen wie Bitcoin. Für die Analyse befragte die Private-Banking-Einheit der US-Großbank JP Morgan 333 Family Offices aus 30 Ländern rund um den Globus. Die Kunden der befragten Betreuer vereinten im Schnitt ein Vermögen von rund 1,65 Milliarden US-Dollar. Den größten Anteil in den Portfolios der Hochvermögenden machen nach wie vor Aktien mit einem Anteil von rund 38 Prozent aus. Auf Anleihen entfallen lediglich 15 Prozent.
"Deutliche Veränderung"
"Wir haben eine deutliche Veränderung in der Art und Weise beobachtet, wie Familien ihr Geld anlegen", erläutert Kristin Kallergis Rowland, globale Leiterin Alternative Investments bei J.P. Morgan Asset & Wealth Management. "Alternative Anlagen sind nicht mehr nur eine taktische Ergänzung, sondern eine strategische Säule." Die vermögenden Familien würden mehr Kapital denn je in Private Equity, Private Credit, Real Assets und Hedgefonds stecken, um ihre Renditequellen zu diversifizieren und regelmäßige Einkünfte zu erhalten.
Ein wichtiger Punkt für die Family Offices ist eine Nachfolgeplanung bei den Familien, die sie betreuen. So hätten 86 Prozent der betreuten Familien keine klare Planung, um die Nachfolge von den Hauptentscheidungsträgern zu regeln. Die Analyse zeigt zudem, was der Betrieb eines Family Office kostet. Der Bericht nennt drei Millionen US-Dollar im Jahr. Bei einem Familienvermögen von über einer Milliarde Dollar steigt der durchschnittliche Aufwand auf 6,6 Millionen Dollar. (ert)




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