Der auf die Fintech-Branche spezialisierte Münchner "Company Builder" Finconomy hat 25,1 Prozent der Anteile an dem Taping-Anbieter Mifid-Recorder erworben. Mifid-Recorder bietet Vermittlern die aufsichtsrechtskonforme Aufzeichnung und Archivierung von Anlageberatungsgesprächen. Ein solches "Taping" fordert Mifid II von Banken schon seit Anfang 2018, seit Inkrafttreten der novellierten Finanzanlagenvermittlungsverordnung in diesem Sommer gilt die Vorschrift auch für gewerbliche Berater. Seit einigen Monaten stellt das Unternehmen auch eine Aufzeichnungssoftware für Videokonferenzen bereit.

Große Vertriebe und Pools nutzen die Software bereits
Aktuell würden Finanzvertriebe wie Swiss Life Select und Bonnfinanz und Maklerpools wie Fonds Finanz, Jung, DMS & Cie. sowie Fondsnet die Software einsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Finconomy plane, die Taping- und Videokonferenzlösungen mit anderen Angeboten von Beteiligungsunternehmen aus dem Geschäftsbereich "Digital Advisory" zu vernetzen. Dazu zählen Fundsaccess und Weadvise. Fundsaccess bietet Software für die Anlageberatung, Weadvise unterstützt Vermögensverwalter bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse.

"Voll integrierte, digitale Lösungen entlang des Beratungsprozesses werden nicht nur ob regulatorischer Vorgaben zunehmend alternativlos", betont Finconomy-Vorstandschef Reinhard Tahedl. (bm)