Es gibt hinsichtlich der Riester-Rente eine gute und mehrere schlechte Nachrichten. Die gute ist, dass sich die Zahl der Riester-Fondssparverträge im ersten Quartal des laufenden Jahres von einer Delle Ende 2017 erholt haben. Die schlechten sind, dass die Zahl der staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte insgesamt rückläufig ist – diejenige der Riester-Versicherungspolicen kennt seit rund zwei Jahren ohnehin nur den Weg nach unten. Auch die Dynamik des Wachstums bei Wohn-Riester-Abschlüssen hat nachgelassen.

In konkreten Zahlen heißt das: Die Bestände beim Fonds-Riestern konnten nach einem Rücksetzer im vierten Quartal 2017, als das Bundesarbeitsministerium (BMAS) offiziell 3.233.000 Verträge und damit 12.000 weniger als im vorhergehenden Quartal zählte, wieder zulegen (siehe auch Grafik unten). Mittlerweile existieren laut BMAS 3.252.000 Abschlüsse, was übrigens einen neuen Gipfel bedeutet. Die geförderten Immobilienprodukte konnten ebenfalls zulegen: 1.774.000 vermeldet das Ministerium, ein Plus von gerade einmal 7.000 Verträgen. In den vorhergehenden Quartalen war der Bestand dagegen mit einer fünfstelligen Zahl gewachsen. 

Bei staatlich geförderten Versicherungsprodukten und Banksparplänen gibt es nicht viel Neues: Ihr Bestand ist unverändert rückläufig – auf 10.843.000 Versicherungspolicen und 715.000 Bankprodukte. Damit nähern sich beide Kategorien den Beständen aus den Jahren 2010/2011 an. Kein Wunder also, dass der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sich intern mit der Konzeption einer standardisierten Riester-Rente beschäftigt. (jb)