Strafzinsen für Bankguthaben, mickrigste Renditen bei Lebensversicherungen: Kein Wunder, dass die Fondsanbieter einen Absatzboom erleben. Unter dem Strich sammelte die Branche dem BVI zufolge hierzulande im vergangenen Jahr 127 Milliarden Euro ein, was das drittbeste Jahr ihrer Geschichte bedeutet. Der Löwenanteil entfiel auf Spezialfonds für Großanleger. Doch auch mit Publikumsfonds warben die Anbieter 43 Milliarden Euro ein, deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. Über alle Vehikel hinweg verwaltete die Branche zum Jahreswechsel fast 3,9 Billionen Euro – so viel wie nie zuvor.

Ein Blick in die Details der Verbandsstatistik zeigt allerdings, dass es auch in diesem erfolgsverwöhnten Sektor Gewinner und Verlierer gibt. Insgesamt meldeten 45 Anbieter dem BVI Zahlen zu ihren in Deutschland abgesetzten Wertpapierpublikumsfonds. Nur 22 von ihnen verzeichneten Nettomittelzuflüsse, bei den anderen 23 zogen Anleger unter dem Strich Geld ab.

Mittelaufkommen und verwaltetes Vermögen seit 2007
Doch wie sieht es eigentlich langfristig mit den großen, etablierten Anbietern aus? FONDS professionell hat für die Heftausgabe 1/2021 die Zahlen der größten Gesellschaften, die dem BVI ihre Daten melden, seit 2007 untersucht. Die Auswertung finden Sie (in alphabetischer Reihenfolge) in der Bilderstrecke oben – einfach durchklicken!

Nicht dargestellt sind die Ergebnisse von Blackrock, obwohl der US-Anbieter gemessen am verwalteten Vermögen einer der größten Asset Manager in der BVI-Statistik ist. Blackrock meldet dem Verband jedoch nur die Zahlen seiner deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft, die lediglich ETFs in Eigenregie auflegt. Und bei börsengehandelten Indexfonds lässt sich das Deutschlandgeschäft nicht sauber abgrenzen, es handelt sich also um europaweite Daten. (bm)


Die vollständige Analyse lesen Sie in FONDS professionell 1/2021 ab Seite 320 oder hier im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).