Der Asset Manager und Fondsinitiator First Private Investment Management hat nach eigenen Angaben das Multi-Boutiquen-Netzwerk "FP Investment Partners" gegründet. Diesem können sich unabhängige Investmentgesellschaften anschließen, um schneller und einfacher Kontakt zu potentiellen Anlegern zu bekommen. Ziel ist es "institutionellen Investoren einen effizienten Zugang zu gesuchten alternativen Anlageklassen zu ermöglichen und gleichzeitig das Potenzial aufstrebender, in ihrem Segment führender Investmentteams zu fördern".

Die in Frankfurt ansässige Gesellschaft begründet ihren Schritt damit, dass das Netzwerk eine Antwort auf den Konsolidierungsdruck in der Asset-Management-Branche gebe. Dieser werde ausgelöst durch Faktoren wie steigende Compliance- und Technologiekosten, sinkende Gebühren und höhere Preissensibilität auf Kundenseite. Das Netzwerk übernimmt daher für alle Aufgaben wie  Vertrieb, Marketing, Fondsauflage und Hilfe bei der Regulierung.

Vorreiter auf deutschem Markt
"Mit unserem Netzwerk-Konzept sind wir ein Vorreiter auf dem deutschen Markt. Denn im Gegensatz zu größeren, bereits existierenden Plattformen ist FP Investment Partners keine hierarchische Organisation, sondern ein Verbund, dessen Partner auf Augenhöhe strategisch miteinander kooperieren", so Tobias Klein, Gründungspartner der inhabergeführten Holding von FP Investment Partners. "Da wir eine langfristige Zusammenarbeit anstreben und vom strategischen Mehrwert unserer Partner überzeugt sind, wollen wir uns als inhabergeführte Holding im besten Fall auch durch Minderheitsbeteiligungen an den Partner-Boutiquen beteiligen."

Die infrage kommenden Boutiquen sind der Mitteilung zufolge zwar neu am Markt, jedoch keine Start-ups im klassischen Sinne. Sie können Track-Records im institutionellen Asset Management vorweisen. Jüngster Netzwerkpartner sei beispielsweise der Hedgefonds-Advisor Resonanz Capital mit bereits 2,7 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen. Ein schon langjähriger Partner sei die bereits etablierte, auf Erneuerbare-Energien-Projekte spezialisierte Recap Global Investors, die 1,3 Milliarden Euro verwaltet. (jb)