Die Fondsgesellschaft Franklin Templeton hat drei neue Kooperationen für den Vertrieb von börsengehandelten Fonds (ETFs) geknüpft. Der Asset Manager mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Kalifornien geht Partnerschaften mit den Online-Plattformen Flatex und S-Broker aus Deutschland sowie der Easybank aus Österreich ein. Über diese Broker können Anleger ETFs der Marke Franklin Templeton vergünstigt oder zum Nulltarif handeln oder per Sparplan besparen.

"Seit der Einführung unserer ersten ETFs in Deutschland in 2017 sahen wir eine stetig steigende Nachfrage bei Sparplänen", berichtet Christian Machts, Länderchef Deutschland und Österreich bei Franklin Templeton. Partnerschaften mit Online-Brokern seien zu einem wichtigen Eckpfeiler der ETF-Vertriebsstrategie geworden. Martin Bechtloff, der bei Franklin Templeton den ETF-Vertrieb für Deutschland und Österreich verantwortet, ergänzt: "Wir sehen großes Potenzial für ETFs bei deutschen wie österreichischen Privatanlegern."

Das Sparplan-Kalkül
Über Kooperationen mit Direkt- und Neobanken sowie Online-Brokern erschließen sich ETF-Anbieter in Europa das Segment der Privatanleger. Bei solchen Partnerschaften bezuschussen die Asset Manager häufig den Verkauf der ETFs über die jeweiligen Kanäle. Das Kalkül dahinter ist, dass die Investition sich im Laufe der Zeit durch höhere Mittelzuflüsse und damit Einnahmen bei den Verwaltungsgebühren rechnet. Gerade über Sparpläne gewinnen Asset Manager stetig und kalkulierbar an Geschäft.

So ist das von deutschen Privatanlegern in börsengehandelten Fonds (ETF) investierte Vermögen allein im vergangenen Jahr um 33 Prozent auf 148,5 Milliarden Euro gestiegen, zeigt eine Analyse des Portals "Extra-ETF", in die Daten von 14 deutschen Banken einflossen. In Deutschland ist der Sparplan-Markt am weitesten vorangeschritten in Europa. Doch auch in Österreich und anderen Ländern gewinnt das Geschäft an Fahrt.

In der Breite angekommen
"Unsere Zusammenarbeit mit verschiedenen Brokerplattformen in den letzten Jahren hat bewiesen, dass diese wichtige Vertriebskanäle für unsere ETF-Palette sind", meint Franklin-Templeton-Mann Bechtloff. "Durch sie vergrößern wir unsere Reichweite und Wahrnehmung in der Breite der Anlegerschaft – und damit meine ich nicht nur jüngere Generationen. ETFs sind in der Breite der Gesellschaft angekommen." Der kalifornische Anbieter verwaltet weltweit 42 Milliarden US-Dollar in seinen ETFs. (ert)