Frühstart-Rente: FFB bietet Rechentool
Die Bundesregierung plant, jungen Menschen zwischen sechs bis 18 Jahren jeden Monat zehn Euro für ihre Altersvorsorge zu spendieren. Eltern und Finanzberater, die schon einmal ermitteln möchten, was die sogenannte Frühstart-Rente langfristig bringt, können einen neuen Rechner der FFB nutzen.
Zehn Euro monatlich: Die Bundesregierung plant, diesen Betrag künftig über die sogenannte Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren in ein Altersvorsorgedepot fließen zu lassen. Damit verfolgt sie das Ziel, junge Menschen frühzeitig an die Chancen der Kapitalmärkte und den langfristigen Vermögensaufbau heranzuführen. Doch was können zehn Euro pro Monat langfristig eigentlich bringen?
Das lässt sich mit dem neuen Frühstart-Renten-Rechner ermitteln, den die Investmentplattform FFB anbietet. Die Berechnungen zeigen, dass ein heute sechsjähriges Kind mit einer monatlichen Einzahlung von zehn Euro nach einer zwölfjährigen Schullaufbahn rund 3.800 Euro im Depot hätte. Das gilt zumindest, wenn eine ausgewogene Wertentwicklung der Anlage von sechs Prozent jährlich zugrunde gelegt wird. Werden danach weiterhin zehn Euro monatlich privat eingezahlt, könnte die Summe bis zum Renteneintritt mit 70 Jahren auf knapp 120.000 Euro steigen.
Verschiedene Szenarien durchrechnen
Wie die FFB mitteilt, ermittelt der Rechner basierend auf dem Geburtsdatum des Kindes und einer maximal zwölfjährigen Schul- und Ausbildungszeit das Potenzial der staatlichen Zahlungen und optionaler eigener Einzahlungen bis zum Renteneintritt. Eltern soll das Tool dabei helfen, verschiedene Szenarien durchzurechnen und sich die Chancen langfristiger, regelmäßiger Investments vor Augen zu führen. Berater können den Rechner für Kundengespräche nutzen oder ihn ihrer Klientel empfehlen.
"Die von der Bundesregierung initiierte Frühstart-Rente ist ein wichtiger Schritt, um die Finanzbildung, den Vermögensaufbau und die Aktienkultur langfristig zu stärken", urteilt Jan Schepanek, Sprecher der FFB-Geschäftsführung. Schließlich stehe fest, dass Deutschland hier enormen Nachholbedarf hat, gerade im Vergleich zu Ländern mit einer stärker kapitalmarktbasierten Vorsorgekultur wie Großbritannien oder Schweden.
Die Details der Frühstart-Rente
Die Frühstart-Rente soll voraussichtlich 2026 eingeführt werden. Sie gilt für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren, die eine Bildungseinrichtung besuchen. Zusätzlich zu den zehn Euro, die der Staat jungen Leuten monatlich zukommen lassen will, sollen auch private Einzahlungen ermöglicht werden. Die Erträge aus dem Altersvorsorgedepot sollen bis zum Renteneintritt steuerfrei sein. Das im Depot befindliche Vermögen wird vor einem staatlichen Zugriff geschützt sein. Wer den Frühstart-Renten-Rechner der FFB schon einmal testen möchte, kann ihn hier ausprobieren (externer Link). (am)




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