Europäische Fondsanbieter haben ihren Angestellten im vergangenen Jahr im Mittel eine Vergütung von rund 127.000 Euro bezahlt. Das geht aus einer Erhebung des Branchendienstes "Ignites Europe" hervor, der Geschäftszahlen von 13 börsennotierten Asset Managern analysiert hat.

Dieser Wert liegt dem Bericht zufolge auf dem niedrigsten Niveau seit mindestens fünf Jahren. In den Jahren 2021 und 2024 hatte die Medianvergütung der betrachteten Asset Manager bei jeweils gut 138.000 Euro gelegen, in den Jahren 2022 und 2023 bei rund 130.000 Euro.

Steigendes Fixgehalt, schwankende Boni
Bei den erwähnten Vergütungsangaben handelt es sich um den Median des Medians – eine statistisch nicht ganz leicht zu verstehende Konstruktion. Der Median gibt den mittleren Wert einer Datenreihe an: Die eine Hälfte der Werte liegt darunter, die andere darüber. Die Asset Manager veröffentlichen die Median-Vergütung ihrer Belegschaft. "Ignites Europe" wiederum ermittelte aus diesen Angaben einen branchenweiten Medianwert.

Der in der "Ignites"-Auswertung ermittelte Rückgang der Median-Vergütung 2025 entspricht einem Minus von 8,4 Prozent. Andere Gehaltsanalysen kommen zu abweichenden Ergebnissen. In den Vergütungsstudien für die DACH-Region, die der auf die Finanzbranche spezialisierte Executive-Search-Dienstleister Banking Consult jährlich vorlegt, sind zumindest beim branchenüblichen Fixgehalt für verschiedene Berufsprofile regelmäßig Steigerungen zu erkennen. Die Höhe der Boni unterliegt dagegen größeren Schwankungen, schließlich hängt die variable Vergütung in der Regel wesentlich von der Geschäftsentwicklung ab. (bm)