Die Raiffeisenbank Hochtaunus möchte zum 1. Dezember sämtliche Zweigstellen schließen. Nur die Zentrale bleibe bestehen, berichtet der Branchendienst "Finanz-Szene.de". Auch der Bargeldverkehr werde abgeschafft. "Ein- und Auszahlungen in der Filiale (Schalter sowie Geldautomat) sind in Zukunft nicht mehr möglich", zitiert das Portal aus einem Kundenschreiben.

Selbst Unternehmenskunden sollen "nur noch in Ausnahmefällen klassisch beraten" werden, berichtet der Branchendienst, der sich auf eine Bestätigung durch einen Sprecher des Instituts beruft. Stattdessen wolle die Bank ihre Firmenkunden künftig vor allem an Verbundunternehmen vermitteln. Offensichtlich möchte sich die Raiffeisenbank in Zukunft schwerpunktmäßig auf die Immobilienfinanzierung konzentrieren.

Nur zwei Filialbesucher je Stunde
Als klassisches Privatkundenangebot bleibe perspektivisch vor allem ein reines Online-Konto übrig, das in ganz Deutschland angeboten werden soll. Der Firmensprecher stellt den Umbau auf Nachfrage von "Finanz-Szene.de" als unvermeidlich dar: "Im Schnitt haben wir pro Stunde über die bestehenden vier Filialen zwei Besucher, die Zahl der Bargeld-Transaktionen lag zuletzt bei rund zehn pro Tag", sagte er. Zwischen den Zeilen klingt durch, dass es sich damit offensichtlich nicht profitabel wirtschaften lasse. (bm)