Die globalen Pensionsvermögen sind 2025 um fast zehn Prozent auf einen neuen Höchststand von 68,3 Billionen US-Dollar gestiegen. Deutschland zählt zwar zu den zehn größten Pensionsmärkten weltweit. Im internationalen Vergleich spielt die Bundesrepublik trotzdem nur eine untergeordnete Rolle. Das zeigt die "Global Pension Assets Study 2026" des Thinking Ahead Institute. 

Das Forschungs- und Innovationsnetzwerk des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson (WTW) hat für die Studie die Entwicklung der Pensionsvermögen in den 22 größten Pensionsmärkten weltweit analysiert. Unter dem Begriff "Pensionsvermögen" verstehen die Autoren kapitalgedeckte Vermögen zur Finanzierung von Altersversorgungszusagen in Unternehmen.

564 Milliarden US-Dollar
Wie die Untersuchung zeigt, beläuft sich das Pensionsvermögen hierzulande auf rund 564 Milliarden US-Dollar. Das scheint eine stattliche Summe zu sein. Aber: Allein die USA vereinen mit knapp 45 Billionen US-Dollar rund zwei Drittel der globalen Pensionsvermögen auf sich, gefolgt von Kanada und Japan mit jeweils mehr als drei Billionen US-Dollar. Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Pensionsvermögen liegt bei unter einem Prozent.

Besonders deutlich wird der strukturelle Unterschied im europäischen Vergleich. Die deutschen Pensionsvermögen entsprechen lediglich rund elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In anderen europäischen Staaten ist die kapitalgedeckte Altersvorsorge deutlich stärker ausgeprägt: In der Schweiz liegen die Pensionsvermögen bei rund 173 Prozent des BIP, in den Niederlanden bei etwa 147 Prozent. Frankreich kommt dagegen auf einen Anteil von nicht einmal sechs Prozent am BIP.

Auch beim Wachstum nicht vorne
Beim langfristigen Wachstum zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Abstand. In den vergangenen zehn Jahren sind die deutschen Pensionsvermögen im Schnitt um 3,3 Prozent pro Jahr gewachsen. Damit bleibt Deutschland sowohl hinter dem globalen Durchschnitt als auch hinter vielen europäischen Vergleichsmärkten zurück. In der Schweiz und den Niederlanden etwa lagen die Wachstumsraten bei über vier Prozent pro Jahr. Kapitalmarktorientierte Systeme wie in den USA (7,7 Prozent) oder Kanada (5,3 Prozent) verzeichneten deutlich höhere Zuwächse. (am)