Für mehr als drei Viertel der deutschen Anleger ist Sicherheit weiterhin das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Geldanlage. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Vermögensverwalters Goldman Sachs Asset Management. Die Inflation ist nach Ansicht der Befragten das größte Risiko beim Investieren, gefolgt von der europäischen Schuldenkrise und anderen politischen Risiken.

Die beliebteste Anlage der Deutschen bleibt der Umfrage zufolge das Sparbuch (53,9 Prozent), gefolgt von Fonds, Immobilien und Festgeld. Trotz der historisch niedrigen Zinsen sind die meisten Investoren mit dem Ertrag ihrer Geldanlage zufrieden (52,1 Prozent). Zwei Drittel der Befragten glauben, dass sich die Zinssätze in den kommenden zwölf Monaten gleichbleibend entwickeln werden. Die Mehrheit der deutschen Anleger sieht bei steigenden Zinsen sogar positive Auswirkungen auf ihr Geldvermögen.

Deutsche Anleger bleiben Europa treu
Die größten Anlagechancen sehen die Befragten derzeit in Europa (41,8 Prozent). Auf den Zeitraum der nächsten zehn Jahre nennen fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer Asien als den Wirtschaftsraum mit den besten Wachstumsaussichten. "Aktuell spricht vieles dafür, dass eine fast 30-jährige Phase von Zinssenkungen zu Ende geht. Doch auch in einem Umfeld, in dem die langfristigen Zinsen tendenziell steigen, ergeben sich unserer Ansicht nach erhebliche Chancen für Anleger", sagt Markus Weis, Co-Leiter des Drittvertriebs für Deutschland und Österreich bei Goldman Sachs Asset Management. Voraussetzung sei, dass Anleger die Laufzeiten von Anleihen aktiv managen. (mb)