Es war ein Freitag, der für die private Altersvorsorge die große Zäsur brachte: Am Vormittag des 27. März 2026 verabschiedete der Bundestag das Altersvorsorgereformgesetz. Auch wenn sich in der Bezeichnung des neuen Regelwerks der Begriff Reform findet, ist es mehr als das. Es ist eine Revolution. Denn erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik soll die staatlich geförderte private Altersvorsorge ohne eine Garantie- und Verrentungspflicht auskommen dürfen.

Der Kern der Reform ist das Altersvorsorgedepot, ein kapitalmarktorientiertes Konzept, das die Riester-Rente ersetzen soll. Die Banken- und ­Investmentbranche hatte sich darauf gefreut. Schließlich scheint die Reform endlich die Chance zu bieten, ein Terrain zu betreten, das bisher in erster Linie den Versicherern vorbehalten war. Doch der Beschluss vom 27. März brachte gleichzeitig einen Schlag ins Gesicht: Für das Altersvorsorgedepot wird es eine staatlich organisierte Variante geben, was im Finanz- und Versicherungssektor einen Sturm der Empörung auslöste.

Details und Daten
Vorfreude auf der einen Seite, Empörung auf der anderen: Sicher ist, dass es ab Anfang 2027 zu einer Umwälzung in der geförderten Altersvorsorge kommen wird. Grund genug für FONDS professionell, sich dem Thema in Ausgabe 2/2026 ausführlich in einem 14-seitigen Spezial zu widmen, zumal die Reform selbstverständlich Effekte auf Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler haben wird. Der Klick auf die Seitenzahl unten führt Sie direkt ins E-Magazin mit den jeweiligen Beiträgen (Anmeldung erforderlich):

Welche Regelungen künftig gelten sollen, beleuchtet die Redaktion ausführlich mithilfe eines Frage-Antwort-Katalogs (Seite 310). Geklärt wird auch die Frage, wie es mit den bestehenden Riester-Verträgen weitergehen wird: Lassen sich die alten Policen einfach ins neue Depot übertragen? Und falls ja: zu welchen Bedingungen? Welche Folgen hat außerdem das vorgesehene Verbot der Zillmerung (Seite 328)?

Zwei Seiten mit aufschlussreichen Grafiken rund um die geförderte Altersvorsorge bringen die Leser auf den neuesten Stand (Seite 324). Und in unserem Streitgespräch um das staatlich organisierte Standarddepot und den geplanten Kostendeckel liefern sich ein Verbraucherschützer und ein Vertreter der Vermittlerbranche eine heiße Diskussion (Seite 318). (am)