Eine Reihe von gehebelten börsengehandelten Fonds (ETFs) des französischen Asset Managers Amundi sind bei der FIL Fondsbank (FFB) für Käufe gesperrt. Dies geht aus einer Vertriebsmitteilung hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Grund sei die Meldung eines Datenlieferanten, wonach Amundi die Produktkategorie von Investmentfonds in Hebelprodukte geändert habe.

Betroffen sind demnach unter anderem Hebel-ETFs auf Aktienbarometer wie Dax und Euro Stoxx 50 oder auf einen Index für deutsche Bundesanleihen. Hintergrund der Maßnahme sei, dass das Geschäftsmodell der FFB den Vertrieb von Hebelprodukten nicht vorsehe, heißt es in dem Schreiben weiter. Die Fonds könnten daher nur verkauft, jedoch nicht mehr gekauft werden.

"Im engen Kontakt"
"Im Rahmen einer Überprüfung haben wir unsere ETFs, die einen dauerhaften und systematischen Hebel einsetzen, aufgrund ihrer Funktionsweise und Risikostruktur als 'gehebelte Fonds', Leveraged ETFs, eingestuft", erläutert Arne Scheehl, Produktentwickler bei Amundi, den Schritt. Diese Einstufung stelle eine produktherstellerseitige Einstufung und Zielmarktempfehlung dar. Die endgültige Zielmarktfestlegung sowie die Eignungsprüfung würden dem jeweiligen Vertriebspartner obliegen.

Die Umstellung sei von den depotführenden Stellen übernommen worden. "Wir haben aus dem Markt das breite Feedback erhalten, dass dies bei der großen Mehrheit der Depotbanken nicht zu Problemen geführt hat", führt Scheehl aus. "Uns ist lediglich eine depotführende Stelle bekannt, die diese ETFs nun für Neukäufe gesperrt hat. Wir stehen mit dieser im engen Kontakt." (ert)