Die Großbank Unicredit mit Hauptsitz in Mailand möchte ihrer Belegschaft bis zu zwei Tage Homeoffice pro Woche gewähren, sobald die aktuellen Pandemie-Maßnahmen ausgelaufen sind. Dies berichtet das "Handelsblatt" und bezieht sich dabei auf Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Regelung soll ab dem nächsten Jahr für den gesamten Konzern gelten. Damit kommen künftig auch die Mitarbeiter der deutschen Unicredit-Tochter, Hypovereinsbank und des österreichischen Ablegers Bank Austria in den Genuss der neuen Maßgabe. 

Geplant ist, dass Beschäftigte in der Verwaltung und den Zentralen wöchentlich maximal zwei Tage von zuhause arbeiten können. Wer in einer Filiale tätig ist, soll Bloomberg zufolge lediglich einen Homeoffice-Tag pro Woche einlegen dürfen. Die endgültigen Regelungen hängen allerdings vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Zudem müssen die Bedingungen der Länder berücksichtigt werden, in denen die Unicredit vertreten ist.

Ab September zurück in die Büros
"Wir werden ab September schrittweise in die Büros zurückkehren und im vierten Quartal ein Pilotprojekt durchführen, um im nächsten Jahr nachhaltig hybrid arbeiten zu können", erklärte Ranieri de Marchis, Group Operating Officer der Unicredit, in einem Interview mit Bloomberg. Dafür sollen Büroräume umgestaltet werden, es werde weniger feste Arbeitsplätze geben, dafür aber mehr Platz für jeden einzelnen Mitarbeiter. "Die Pandemie hat unsere Gewohnheiten und unsere Arbeitsweise geändert", sagte de Marchis. Flexible Arbeitsmodelle hätten in der Vergangenheit vielleicht ein gewisses Stigma gehabt, würden in Zukunft aber zur "neuen Normalität". Darauf bereitet sich die Unicredit vor.

Wie das "Handelsblatt" schreibt, arbeitet weltweit derzeit ein Viertel der Unicredit-Belegschaft im regulären Büro, die maximale Kapazität ist noch mit 50 Prozent festgesetzt. Außer in Deutschland und Österreich ist die Großbank auch in osteuropäischen Ländern, unter anderem in Russland, Tschechien und der Slowakei vertreten. (am)