Es gebe starke Argumente dafür, dass Aktien in der Berichtsregion 2014 positive Erträge liefern werden, heißt es vom Fondsanbieter HSBC Global Asset Management. Aus fundamentaler Sicht herrsche zwar weiterhin kaum Aufschwung im Hinblick auf die Unternehmensgewinne, allerdings seien die Gewinnerwartungen gesund. Danach dürften die Unternehmensergebnisse 2014 um rund 13 Prozent zulegen. Dieses Szenario werde durch die schrittweise Erholung der US-Wirtschaft gestützt, was wiederum zu einer erhöhten Nachfrage nach asiatischen Exporten führen dürfte – wenn vielleicht auch nicht im gleichen Ausmaß wie in der Vergangenheit. "Gleichzeitig dürften die augenscheinlich anhaltenden Reformen in China die Stimmung der Investoren verbessern", sagt Chris Adams, Asien-Spezialist bei HSBC Global Asset Management.
 
Von entscheidender Bedeutung sei, dass die Bewertungen in der Berichtsregion attraktiv sind. Der Aktienindex MSCI Asia ex Japan notiere mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,4 – weit unter den historischen Durchschnittswerten. "Asiatische Aktien haben sich 2013 allgemein schlechter entwickelt als Aktien in den Industrieländern und sind in den globalen Portfolios nach herrschender Meinung untergewichtet", so Adams. "Das deutet darauf hin, dass ein großes Aufholpotenzial besteht." Angesichts der globalen Konjunkturbelebung könnten die asiatischen Märkte überdies von ihrer hohen Konzentration an zyklischen Unternehmen profitieren.

China-Korrektur bietet Einstiegschancen
Adams hat derzeit Nichtbasiskonsum-Titel und Industriewerte übergewichtet, außerdem Werte aus Hongkong und China. Die jüngste Korrektur am chinesischen Aktienmarkt biete Kaufgelegenheiten für Investoren. Der Markt in Hongkong habe sich im vergangenen Jahr besser entwickelt als die anderen Aktienmärkte der Region. "Für 2014 ist verhaltener Optimismus angesagt, auch wenn das Aufwärtspotenzial begrenzt sein dürfte", meint der Asien-Spezialist. Der indische Aktienmarkt habe zuletzt ein Allzeithoch verzeichnet, wobei sich mittelgroße Aktien besser entwickelten als Standardwerte. In der kommenden Zeit dürften vor allem Konjunktur, Inflation und die anstehenden nationalen Wahlen den Markt bewegen.

Der Aktienmarkt in Südkorea habe zuletzt leicht nachgegeben und im gesamten Jahr 2013 leicht zugelegt. "Zuletzt mieden Investoren exportorientierte Werte wegen der anhaltenden Yen-Schwäche", erklärt Adams. Die Gewinnperspektiven der Unternehmen für 2014 hahättenben sich aber verbessert, vor allem Bankwerte hätten Potenzial. Der thailändische Aktienmarkt habe aufgrund der anhaltenden politischen Unruhen im Dezember starke Kursverluste verzeichnet. Die politische Instabilität präge auch die weitere Entwicklung. Deshalb böten sich Exportwerte an, die unabhängig vom Binnenmarkt ihre Geschäfte machen.