Immer mehr Deutsche vertrauen bei Altersvorsorge auf Aktien und Fonds
Das Eigenheim sehen die meisten Deutschen immer noch als die beste Altersvorsorge. Allerdings ändert sich ihre Haltung zu Aktien und Fonds: Mittlerweile knapp ein Drittel der Teilnehmer einer Umfrage setzen auf sie – mit zuletzt steigender Tendenz.
Aktien oder Fonds werden immer beliebter als Mittel der Altersvorsorge. 28 Prozent der Berufstätigen in Deutschland bewerten sie mittlerweile als positiv, wie eine repräsentative Umfrage von Yougov im Auftrag der HDI Versicherungen unter knapp 4.000 Personen ergab. Das ist die höchste Zustimmung zu den börsengehandelten Wertpapieren seit Start der jährlichen Befragung im Jahr 2019. Nur das Eigenheim genießt mit 44 Prozent ein höheres Vertrauen, wobei der Abstand kontinuierlich schmilzt.
"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich der Trend zu aktienbasierten Konzepten weiter verstärkt hat. Das ist eine positive Entwicklung, denn insbesondere der ausgewogene Mix aus klassischen und fondsbasierten Vorsorgelösungen trägt maßgeblich zur finanziellen Absicherung im Alter bei", kommentiert Holm Diez, im Vorstand von HDI Deutschland zuständig für Leben und Bancassurance.
Aktien erzielen mehr Rendite
Die Gründe für die gestiegene Attraktivität von Börsenanlagen zur Altersvorsorge sind vielfältig, heißt es in einer Pressemitteilung zu den Umfrageergebnissen. "Dass sich mit Aktien langfristig bessere Renditen erzielen lassen als mit Zinsanlagen", glaubt inzwischen eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent; vor zwei Jahren seien es noch 48 Prozent gewesen.
Auch als Schutz vor Inflation würden Aktien zunehmend wertgeschätzt: 40 Prozent sehen sie 2025 als geeignet, gegenüber 38 Prozent im Vorjahr und 32 Prozent im Jahr 2023. Allerdings empfinden – ähnlich wie im Vorjahr – vier von zehn Berufstätigen die Geldanlage in Aktien als "zu kompliziert" (39%). Für etwa ebenso viele sind "Aktien grundsätzlich zu riskant, um darin mein Geld anzulegen" (35%, Vorjahr ebenfalls 35%). Weitere Detailergebnisse können Sie in der Grafikstrecke oben finden!
Gesetzliche Rente leidet unter Vertrauensverlust
Auf dem dritten Platz hinter dem Eigenheim und Wertpapieren im "Vertrauens-Ranking" landeten private Lebens- und Rentenversicherungen. 21 Prozent der Befragten stehen ihnen positiv gegenüber, während nur noch 17 Prozent der gesetzlichen Rente trauen. Erstmals sind in diesem Jahr Kryptowährungen im Ranking vertreten: Bereits jeder vierte Berufstätige unter 40 Jahren hält Bitcoin & Co "für gut geeignet zum Aufbau der Altersvorsorge". (jb)
















