In Europa dürfte sich mit steigenden Anleihenrenditen die Umschichtung aus qualitativ hochwertigen Wachstumstiteln hin zu Substanzwerten fortsetzen, heißt es vom Fondsanbieter ING Investment Management (ING IM). Hochwertige Wachstumsunternehmen notierten auch nach fünf Jahren Re-Rating im Verhältnis zu Substanzwerten immer noch mit extrem hohen Bewertungsaufschlägen.

1389699355.jpgGleichzeitig erwartet ING IM einen gewissen Druck auf die Gewinnprognosen. Nach Einschätzung des Fondsanbieters bleiben gerade Unternehmen in Sektoren wie Konsummassengüter, Gebrauchsgüter und Healthcare bei steigenden Zinsen hinter dem Markt zurück, weil ihre Aktienduration im Vergleich zu Substanzwerten erheblich höher liegt. Außerdem seien diese Unternehmen in der Regel stark gegenüber den Volkswirtschaften der Schwellenländer exponiert, die wiederum als Erste von einem Anstieg der US-Anleiherenditen betroffen sind. "Steigende Anleiherenditen begünstigen zudem Titel mit hohen Dividendenrenditen", sagt Nicolas Simar, Leiter der Equity Value Boutique bei ING IM (im Bild rechts). "Europäische Aktien mit hohen Dividendenrenditen weisen eine kurze Duration auf und hängen stärker von der Binnenwirtschaft ab als hochwertige Wachstumstitel."


ING IM am FONDS professionell KONGRESS 2014
1389699595.gifVerpassen Sie nicht ING IM auf dem FONDS professionell KONGRESS am 29. und 30. Januar 2014 in Mannheim. Ewout van Schaick, Head of Portfolio Management, Strategy & Asset Allocation, wird über das Thema "Diversifikation im Fixed-Income-Portfolio" referieren. 

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Chancen für Finanzwerte und Zykliker
Weil die Erholung in Europa bei einem sehr niedrigen Ausgangsniveau einsetze, dürften vor allem Segmente wie der Finanzsektor und von der europäischen Wirtschaftsentwicklung abhängige Zykliker vom Normalisierungsprozess profitieren. Im Gegensatz zum US-Markt lägen die Gewinne in der Eurozone noch immer 35 Prozent unter ihrem letzten Höchststand von 2007 und seien jetzt ebenso neidrig wie vor 15 Jahren. Trotzdem betrachtet ING IM Branchen, die mit Margen auf Rekordniveau notieren, Spitzenerträge verzeichnen und ihre Umsätze zum Großteil in Schwellenländern generieren, mit Vorsicht. Das gelte unter anderem für Basiskonsumgüter, Gebrauchsgüter, Investitionsgüter und die Chemieindustrie. (dw)