Auch im 21. Jahrhundert sind viele Frauen finanziell von ihren Partnern abhängig. Eine neue Kampagne des Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland soll das ändern. Die Initiative Frauen*Finanzplanung soll Frauen dabei unterstützen, sich monetär zu emanzipieren. Qualifizierte Finanzplanerinnen helfen Frauen dabei, sich in Finanzdingen weiterzubilden, um ihre Geldangelegenheiten selbst in die Hand nehmen zu können. "Finanzplanung ist Lebensplanung", heißt es vom FPSB.

Die Expertinnen des Finanzberaterverbands sehen großen Bedarf für ihre Initiative – nicht nur, weil viele Frauen durch Elternzeit und Kindererziehung Einbußen beim Vermögensaufbau und bei der Altersvorsorge haben. Es gebe immer noch zahlreiche verheiratete Frauen, die kein eigenes Konto besitzen, berichtet Annika Peters, Geschäftsführerin der Frauenfinanzberatung Barbara Rojahn & Kolleginnen. "Dabei bedeutet Geld immer auch Freiheit", sagt sie. Im Ernstfall fehlen dann plötzlich die Mittel für eine eigene Wohnung oder für juristischen Rat, um zum Beispiel Kindesunterhalt einzuklagen.

Gelddinge nicht dem Partner überlassen
Finanzielle Unabhängigkeit muss nicht bedeuten, dass man reich ist, betont Peters. Der Schlüssel sei vielmehr eine individuelle Finanzplanung. Dabei wollen sie und ihre Kollegin Claudia Rankers, Geschäftsführerin von Rankers Family Office und ebenfalls zertifizierte Finanzplanerin, Frauen zur Seite stehen. "In einer Beziehung sollte jeder Partner den Überblick über die eigenen und die gemeinsamen Finanzen haben", rät Peters. "Das gilt auch für die langfristige Planung, die Absicherung und den Vermögensaufbau." Die Spezialistinnen vom FPSB Deutschland erarbeiten deshalb mit ihren Kundinnen Finanzpläne für alle Lebenssituationen. (fp)