Die Behavioral-Finance-Forscher haben inzwischen einige Nobelpreise für ihre Untersuchungen bezüglich des Anlegerverhaltens kassiert, was darauf schließen lässt, dass es sich lohnen könnte, die Stimmungslage der Investoren zu beobachten. Für viele Geldverwalter stellt dies einen wesentlichen Teil ihrer Analysearbeit dar. Die Bandbreite an Datensammlungen, die auf unterschiedlichsten Wegen versuchen, die Erwartungen, Hoffnungen und Ängste der Marktteilnehmer an Wertpapier- und anderen -börsen zeitnah zu erfassen, ist inzwischen beträchtlich. Das Instrumentarium reicht von Umfragen unter Fondsanbietern und Unternehmensmanagern über die quantitative Auswertung bestimmter Finanzmarktdaten bis hin zur Analyse der Marktmeinungen der Börsenbriefe.

Auch bei der Bewertung der Ergebnisse solcher Daten geht man unterschiedliche Wege. Die einen stellen sich bewusst gegen die allgemeine Marktmeinung, die anderen folgen den jeweils aktuellen Trends. Eine wenig überraschende Gemeinsamkeit aller Stimmungsmessinstrumente ist die Tatsache, dass keines stets zuverlässige Ergebnisse liefert. Dennoch sollte man als Beratungsprofi die wichtigsten davon kennen – testen Sie Ihr persönliches Wissen!