Versicherungsvermittler haben auch im ersten Quartal des laufenden Jahres fleißig gelernt. Die von der Brancheninitiative "Gut Beraten" verwalteten "Bildungskonten" weisen Stand Ende März 560.844 Stunden aus, die die Berater in ihre Weiterbildung gesteckt haben. In den ersten drei Monaten 2020 waren es zwar mehr Stunden (614.185), damals startete aber auch die Corona-Epidemie und die Vermittler nutzten die Zeit intensiv fürs Lernen. Dagegen ist die Zahl der Lernenden nur leicht gestiegen: Unterm Strich waren es nur 682 Bildungskonten, die neue angemeldet wurden. Insgesamt sind 150.098. 

Der Initiative zufolge sind, wie nicht anders zu erwarten gewesen, Digital-Angebote das Lernmedium der Wahl. 92 Prozent der Veranstaltungen wurden online abgehalten, der größte Teil davon (76%) als Selbststudium mit Lernerfolgskontrolle. Immerhin fünf Prozent der Kurse wurde aber immer noch als Präsenzveranstaltungen angeboten, um die von der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD vorgeschriebenen 15 Stunden Lernpensum zu erfüllen.

Bislang knapp 100.000 Weiterbildungsnachweise für 2020
"Gut Beraten" zieht auch ein weiteres Zwischenfazit hinsichtlich der Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Stunden für 2020. "Wir haben Anfang dieses Jahres 94.039 IDD-Erklärungen verschickt, mit denen die vertrieblich Tätigen gegenüber den Aufsichten die Erfüllung ihrer Weiterbildungsverpflichtung für das abgelaufene Kalenderjahr nachweisen können", so Monika Klampfleitner, Leiterin der Geschäftsstelle "Gut Beraten".

Damit fehlt zwar noch mehr als die Hälfte der Nachweise, da knapp 200.000 Versicherungsvermittler registriert sind. Die Abgabefrist für die Nachweise endet aber erst am 31. Dezember. (jb)