Lupus-Alpha-Studie: Liquid Alternatives mit kräftigen Nettozuflüssen
Hedgefonds im UCITS-Format haben 2025 Neugelder in Höhe von 26,4 Milliarden Euro angezogen. Doch der schwache US-Dollar belastete die Performance auf Euro-Basis, wie eine Studie von Lupus Alpha zeigt.
Liquid Alternatives haben 2025 ihr Comeback fortgesetzt, das sich seit Ende 2024 abzeichnete. Im Gesamtjahr 2025 verbuchten die Hedgefonds im UCITS-Format hohe Nettozuflüsse von 26,4 Milliarden Euro. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Fondsgesellschaft Lupus Alpha.
Das Segment der Liquid Alternatives umfasst eine Vielzahl an alternativen Strategien, insbesondere in den Bereichen Aktien, Anleihen und Multi-Asset. Das Segment litt vor allem in der Hochzinsphase unter Abflüssen. In den vergangenen zwei Jahren ist das Anlegerinteresse für Liquid Alternatives aber Schritt für Schritt zurückgekehrt. Erstmals wieder deutlich positive Nettomittelzuflüsse konnte das Segment bereits seit dem zweiten Halbjahr 2024 verzeichnen. Dieser Trend gewann 2025 kräftig an Dynamik. Zehn der 15 Strategien verzeichneten bis Jahresende Nettozuflüsse – für die Experten von Lupus Alpha ein weiteres Indiz für die Breite der Nachfrage.
Rentenstrategien treiben Zuflüsse
Die aktuelle Liquid-Alternatives-Studie zeigt zudem, dass die Mittelzuflüsse 2025 vor allem von Fixed‑Income‑Strategien getrieben wurden. Die beiden Strategien "Absolute Return Bond" und "Alternative Credit Focus" zählten mit Nettomittelzuflüssen von zusammen 16,4 Milliarden Euro zu den größten Profiteuren.
Ralf Lochmüller, Gründungspartner und CEO von Lupus Alpha, sieht ein wieder wachsendes Vertrauen privater und institutioneller Investoren in das Anlagesegment: "Die hohen Nettozuflüsse zeigen, dass Anleger Liquid Alternatives als strategischen Baustein nutzen, um ihre Portfolios robuster aufzustellen – mit eigenständigen Ertragsquellen jenseits der traditionellen Anlageklassen."
Dollar belastet Euro-Performance
Mit ihrer durchschnittlichen Performance von 1,99 Prozent im Jahr 2025 lagen Liquid Alternatives zwar vor Euro‑Staatsanleihen, aber deutlich hinter den Aktienmärkten. Der Hauptgrund liegt laut Studie im schwächelnden Dollar. Das Kapitalmarktjahr war geprägt von einem äußerst schwachen US‑Dollar – der Euro wertete gegenüber der US-Währung um 13,4 Prozent auf. Das wirkt sich auf Fonds mit globaler Ausrichtung, wie bei Liquid Alternatives häufig der Fall, stark negativ aus. Eine in Dollar gerechnete Rendite wird in Euro schnell geschmälert. Anleger müssen auf Strategien mit Euro-Fokus oder Währungsabsicherung achten, wenn sie diesen Effekt vermeiden wollen.
Auf der Risikoseite bestätigten Liquid Alternatives ihre diversifizierende Wirkung: Die meisten Strategien konnten ihre maximalen Verluste klar unterhalb eines Investments in Aktien halten. So verzeichnete der MSCI World im Zuge des "Liberation Day" mit den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump im ersten Halbjahr einen Rücksetzer von minus 17,06 Prozent. Fast allen Liquid-Alternatives-Strategien gelang es hingegen, ihre Maximalverluste deutlich geringer zu halten – mit Ausnahme der gehebelten Strategien sowie der Kategorie "Alternative Cryptocurrency". (jh)




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