Die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II ist seit knapp 14 Monaten in Kraft. Sie zwingt Banken und Finanzdienstleistungsinstitute dazu, eine Vielzahl neuer Regeln zu befolgen. Die Finanzaufsicht Bafin hat daher im zweiten Halbjahr 2018 erneut bei den Instituten angeklopft und nachgeschaut, wie es mit der Umsetzung wichtiger Einzelvorschriften steht. Die Resultate hat sie in der Ausgabe Februar 2019 ihres Journals veröffentlicht.

Das Urteil der Behörde fällt gemischt aus. Während die Aufseher einerseits loben, dass die Erstellung der Zielmarkt-Definitionen und der Abgleich in der Praxis dank diverser Mindeststandards mittlerweile funktioniert, hapert es andererseits bei der Geeignetheitserklärung und den Kosteninformationen immer noch. Dagegen ist die Umsetzung des Tapings im Großen und Ganzen geglückt.


Die Ergebnisse der Bafin-Umfrage haben wir zusammengefasst – klicken Sie sich einfach durch unsere Bilderstrecke oben.


Für die Befragung zur Product Governance wählte die Aufsicht 55 Unternehmen aus, darunter 25 Finanzdienstleistungsinstitute, fünf Wertpapierhandelsbanken sowie 25 Banken und Sparkassen. Jeweils 30 Institute äußerten sich zum Umsetzungsstand der Mifid-II-Bestimmungen zur Aufzeichnungspflicht, Geeignetheitserklärung und Kostentransparenz. Darunter waren jeweils 25 Finanzdienstleistungsinstitute und fünf Wertpapierhandelsbanken. (jb)