Die Deutschen sind sich sicher: Die Minuszinsen sind gekommen, um zu bleiben. In einer Umfrage des Genossenschaftsverbands der Regionen, der die Volks- und Raiffeisenbanken von 13 Bundesländern unter seinem Dach vereint, gaben 52 Prozent der Befragten an, dass die Phase negativer Zinsen noch länger als zwei Jahre andauern dürfte. Innerhalb dieser Gruppe geht sogar die Hälfte davon aus, dass sich das Zinsumfeld auch in fünf Jahren noch nicht geändert haben wird, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Die Negativzinsen scheinen die Bundesbürger allerdings regelrecht zu lähmen. Gefragt, wie sie auf die Zinslage reagieren, sagten rund 50 Prozent der Umfrageteilnehmer: gar nicht. Sie wollen ihr Anlageverhalten beibehalten, also auch nicht an das womöglich noch länger anhaltende Niedrigzinsumfeld anpassen. Die andere Hälfte der Befragten hat bereits etwas verändert, will es in Kürze tun oder konnte die Frage nicht beantworten.

Der Sparstrumpf kommt wieder
Veränderungen müssen nicht immer gut sein: Von jenen, die angaben, ihr Anlageverhalten geändert zu haben oder das zu planen, fand es fast ein Drittel besonders attraktiv, mehr Bargeld zu Hause oder in einem Schließfach zu bunkern. Den zweitgrößten Zuspruch fanden mit 27 Prozent Immobilieninvestments. Aktien nannte nur knapp ein Viertel der Befragten als interessante Anlagemöglichkeit. (fp)