Der Zusammenschluss der beiden Finanzvertriebe Apofinanz und Deutsche Ärzte Finanz hat eine Neuordnung des Wertpapiergeschäfts der selbstständigen Handelsvertreter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) nach sich gezogen. Die Berater sind nun nicht mehr unter dem Haftungsdach des genossenschaftlichen Instituts tätig. Entsprechende Recherchen von FONDS professionell ONLINE bestätigte eine Sprecherin der Bank auf Nachfrage.

Die Handelsvertreterverträge der Exklusivvermittler der Apobank seien im Zuge des Zusammenschlusses zur Jahresmitte 2025 neu geregelt worden, so die Sprecherin. "Die Handelsvertreter, die zuvor unter dem Haftungsdach der Apobank tätig waren, agieren seither bei Vermögensfragen ausschließlich als Tippgeber. Ihre Aufgabe besteht darin, potenzielle Kundinnen und Kunden zu benennen und den Kontakt zur Apobank herzustellen." Im November vergangenen Jahres waren im Bafin-Register der vertraglich gebundenen Vermittler noch 88 Berater des mobilen Vertriebs der Apobank zu finden gewesen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

500 selbstständige Finanzberater
Im Juli hatten Apobank und Axa Deutschland angekündigt, ihre Vertriebe zu bündeln. "Mit dem Zusammenschluss der mobilen Vertriebsgesellschaften Deutsche Ärzte Finanz und Apofinanz entsteht der größte Finanzvertrieb für akademische Heilberufe in Deutschland", hieß es seinerzeit in einer Pressemitteilung.

Die neue Gesellschaft betreut Unternehmensangaben zufolge mit rund 500 selbstständigen Finanzberaterinnen und Finanzberatern über 320.000 Kunden. Die beiden Marken Apofinanz und Deutsche Ärzte Finanz (DÄF) bleiben erhalten. Auf Gesellschaftsebene erhöhte die Apobank ihren Anteil an der DÄF von 25 auf 49 Prozent – die weiteren 51 Prozent verbleiben bei der Axa. Der Zusammenschluss wurde im August vollzogen. (bm)


In Ausgabe 4/2025 von FONDS professionell, die den Abonnenten in den kommenden Tagen zugestellt wird, finden Sie eine Analyse der größten Haftungsdächer Deutschlands.