Der Verdienst im mobilen Vertrieb der Deutschen Bank hat sich zuletzt deutlich verbessert. "Das monatliche Durchschnittseinkommen ist in den letzten fünf Jahren um circa 40 Prozent auf über 8.000 Euro je Finanzberater gestiegen", berichtet Mathias Lüdtke-Handjery, Geschäftsführer der Finanzberatungsgesellschaft der Deutschen Bank, auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

Die guten Verdienstmöglichkeiten sind einer der Punkte, warum sich Lüdtke-Handjery zuversichtlich gibt, den jüngsten Wachstumskurs fortsetzen zu können. Dem mobilen Vertrieb der Deutschen Bank war es zuletzt gelungen, die Zahl der selbstständigen Handelsvertreter gegen den Branchentrend zu steigern.

Die meisten Berater wechseln von anderen Vertrieben
Aktuell arbeiten 1.260 Frauen und Männer als vertraglich gebundene Vermittler für die DB Privat- und Firmenkundenbank, die als Haftungsdach für den mobilen Vertrieb der Bank dient. Das sind 20 Handelsvertreter mehr als vor einem Jahr und bedeutet das erste Plus, seitdem FONDS professionell 2016 begonnen hat, das entsprechende Bafin-Register systematisch auszuwerten. Im Herbst 2016 waren noch 1.439 "Tied Agents" für die Deutsche Bank tätig gewesen.

"Der enorme Geschäftserfolg im vergangenen Jahr, den wir in diesem Jahr erneut toppen werden, hat einen positiven Einfluss auf die Bewerberzahlen", so Lüdtke-Handjery auf die Frage, wie er sich den Zuwachs erklärt. Zudem habe die Bereitschaft der Berater zugenommen, den mobilen Vertrieb als Arbeitgeber weiterzuempfehlen. "Die Berater, die neu bei uns anfangen, kommen überwiegend aus anderen Finanz- oder Versicherungsunternehmen", berichtet der Deutsche-Bank-Manager. "Unter den Neustartern sind aber auch Nachwuchskräfte, die einen flexiblen Job mit Perspektive suchen."

Digitalisierung für den Vertriebsalltag nutzen
Trotz der Corona-Pandemie hätten viele Finanzberater ihr Geschäft im Vergleich zum Vorjahr ausbauen können, sagt Lüdtke-Handjery. Nun zahle es sich aus, dass man bereits seit einigen Jahren verstärkt auf die Digitalisierung setze. "Wir haben uns in den letzten Jahren in der Branche einen Namen gemacht, weil wir Digitalisierung nicht nur als 'Buzz Word' verstehen, sondern tatsächlich leben", meint er.

Beispielsweise könnten verschiedene Produkte mittlerweile direkt online über die Finanzberater-Homepages abgeschlossen werden. Außerdem nutze sein Unternehmen den Listingdienst Yext, um die Positionierung der Beraterinnen und Berater bei Google zu optimieren. Für die Videoberatung nutzt der mobile Vertrieb der Deutschen Bank "Skype for Business". Die Akzeptanz der Kunden für diese Form der Beratung sei in den vergangenen Monaten deutlich größer geworden. "In diesem Jahr hat sich besonders gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung im Vertrieb ist", so Lüdtke-Handjerys Fazit.

Im kommenden Jahr soll ein Fokus darauf liegen, digitale Medien im Vertriebsalltag zu nutzen. Dazu möchte Lüdtke-Handjery "spezielle Qualifizierungsformate" für Führungskräfte und Berater anbieten. Außerdem gelte es, das Thema Nachhaltigkeit fest in den Vertriebsabläufen zu verankern. "Wir werden dafür neue Prozesse etablieren, die die Berater bei der Umsetzung unterstützen." (bm)


Eine ausführliche Analyse zur Zahl der Vermittler von Deutschlands größten Haftungsdächern lesen Sie in FONDS professionell 4/2020. Die Ausgabe wird den Abonnenten Ende November zugestellt.