Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Wohnimmobilien nochmals verstärkt. Haus oder Wohnung sind zum zentralen Lebensmittelpunkt geworden, der nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden soll. Hinzu kommt, dass viele Anleger Immobilien als sicheren Hafen ansehen, die niedrigen Zinsen tun ihr Übriges.

Kein Wunder also, dass das Geschäft mit Baufinanzierungen boomt. Im vergangenen Jahr reichten die Banken und Sparkassen deutschlandweit Immobiliendarlehen für 273 Milliarden Euro aus, zeigen Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC. Von dieser Entwicklung profitieren natürlich auch die freien Finanzberater – und Maklerpools, die Ihnen hierbei Unterstützung gewähren. 

Randgeschäft rückt mehr in den Mittelpunkt
Baufinanzierungen sind für die meisten Allfinanz-Pools aber eher ein Randgeschäft. Ihr Fokus liegt auf der Fonds- oder Versicherungssparte. Allerdings nimmt die Bedeutung der Immobilienkredite zu, die Pools haben bereits damit begonnen, das Segment Baufinanzierungen auszubauen, wie eine Umfrage von FONDS professionell unter 17 Pools ergab, von denen immerhin zehn Rede und Antwort standen. Darunter auch zu den Services für die Vermittler sowie deren Provisionen – die Details finden Sie oben in der Bilderstrecke!

Der wichtigste Grund für den Ausbau des Geschäfts ist die steigende Nachfrage nach Wohnimmobiliendarlehen. "Hinzu kommt, dass die Provisionen aus dem Abschluss von Baufinanzierungen nach zwei Wochen Widerrufsfrist stornofrei sind", erklärt Fondsnet-Assekuranz-Geschäftsführer Stephan Fischer. "Zudem handelt es sich um ein 'Bring-Geschäft': Der Kunde kommt von sich auf den Vermittler zu." 

Ein weiteres Argument ist das Cross-Selling: Seit 2016 die Wohnimmobilienkreditrichtlinie verabschiedet wurde, müssen Banken die Absicherung für den Kreditnehmer prüfen. Daher verlangen sie mitunter eine Risikolebens- oder auch Berufsunfähigkeitsversicherung, die der Makler gern vermitteln wird. Attraktiv ist auch, dass ab einem bestimmten Finanzierungsvolumen Super-Provisionen oder Super-Boni winken. (jb)


Mehr Informationen zum Thema finden Sie in dem Artikel "Ran ans Neugeschäft", der in der gerade erschienenen Heftausgabe 2/2021 von FONDS professionell ab Seite 268 zu finden ist. Angemeldete Nutzer finden den Beitrag auch hier im E-Magazin.