Es soll ja Vorurteile geben, wonach Versicherungs- und Finanzanlagevermittler ähnlich viel wie Investmentbanker verdienen. Die Ergebnisse des AfW-Vermittlerbarometer 2019 sprechen dagegen erneut eine ganz andere Sprache – und stützen die Ergebnisse anderer Umfragen.

Die vom AfW Bundesverband Finanzdienstleistungen Ende 2019 durchgeführte Online-Umfrage unter knapp 1.600 Vermittlern ergab, dass diese im Schnitt einen Umsatz in Höhe von 108.120 und einen Gewinn von rund 55.000 Euro erzielten. Dabei befinden sich jedoch zwei Drittel der Befragten im Gewinn-Segment bis 50.000 Euro. Nur jeder Siebte (13,9%) erreicht einen Gewinn von über 100.000 Euro (siehe Grafik). 81 Prozent wiesen sich als unabhängige Versicherungsmakler aus.

 

"Die Umfrage unterstreicht eindrücklich, dass die auch in der Politik teilweise immer noch existierenden Klischees von einer in Geld schwimmenden Vermittlerschaft nicht der Realität entsprechen", sagt Frank Rottenbacher, Vorstand des Bundesverband Finanzdienstleistung AfW. "Die Erhöhung des durchschnittlichen Gewinns resultiert daraus, dass kleine und unrentablere Vermittlerbüros aufgeben oder von größeren Unternehmen übernommen werden, die dann effizienter mit den Beständen arbeiten können", analysiert Frank Rottenbacher das Umfrageergebnis. (jb)