Die Hypovereinsbank (HVB) hat ihr Produktportfolio für Privatanleger um die Vermögensverwaltung "HVB Premium Invest" erweitert. Die Mindestanlagesumme liegt bei 25.000 Euro. Das Besondere an dem neuen Angebot: Die Kunden können in gewissem Rahmen individuelle Wünsche äußern, die beim Aufbau des Portfolios berücksichtigt werden. So seien derzeit bis zu 135.000 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten auf Basis von ETFs und aktiv gemanagten Fonds möglich, betont die Bank. Möglich wird das durch eine Kooperation mit Amundi: Der französische Fondsgigant übernimmt das Portfolio- und Risikomanagement.

Anfangs ordnen die HVB-Berater einen Kunden je nach Risikoneigung einer von drei Anlagestrategien zu, die eine unterschiedliche maximale Volatilität aufweisen. Danach entscheidet sich der Kunde, ob das Geld im Basismodul, das mindestens 50 Prozent der Anlagesumme ausmacht, klassisch oder nachhaltig investiert werden soll. Beim Investment der restlichen Summe hat der Kunde mehr Wahlmöglichkeiten: Im Modul "Thema" kann er beispielsweise den Fokus auf nachhaltige Geldanlage vertiefen, Substanzwerte wie Immobilien oder Infrastruktur beimischen oder auf Megatrends wie Urbanisierung und technologische Innovationen setzen. Ab 50.000 Euro steht Anlegern auch das Modul "Individuell" offen, in dem 15 weitere Strategien, etwa Brancheninvestments, gewählt werden können.

Die Technologie kommt in anderen Ländern schon zum Einsatz
"Mit Premium Invest können wir im breiten Privatkundengeschäft dank des innovativen modularen Portfoliomanagements noch stärker auf den individuellen Kundenbedarf der Anleger eingehen", sagt Ansgar Oberreuter, Leiter Produkt- und Kundenmanagement im Privatkundengeschäft der HVB. "Innovativ ist die Möglichkeit für den Privatanleger, sich im Rahmen der Modulauswahl und der Kombination der Module aktiv einzubringen, bevor dann das Portfoliomanagement an die Experten von Amundi delegiert wird", ergänzt Daniel Reitz, der bei Amundi den Vertriebskanal HVB betreut und das Retail-Marketing leitet.

Bei der strategischen Asset-Allokation orientiert sich Amundi an der Hausmeinung der HVB-Mutter Unicredit, bei der taktischen Portfoliosteuerung kann der Asset Manager davon aber abweichen. Der Vermögensverwalter überprüft börsentäglich die Volatilität und achtet darauf, dass das individuelle Risikobudget des einzelnen Privatanlegers nicht überschritten wird. Die dafür nötige Technologie, die digitale Investmentplattform von Amundi, komme bereits seit einigen Jahren in anderen Ländern zum Einsatz, erläutert der Asset Manager. Die Kunden erhalten auch ein individuelles Reporting, "welches dem Investor maximale Transparenz über seine Anlage und die getätigten Transaktionen gibt", so Reitz.

Abschluss per Videoberatung möglich
"HVB Premium Invest" kann nicht nur in den Filialen abgeschlossen werden, sondern – gerade in Zeiten der Corona-Krise – auch per Videoberatung. Die pauschale jährliche Vergütung für die Vermögensverwaltung beträgt 1,44 Prozent des Depotvolumens. (bm)