Neuer Verband möchte Honorar-Finanzanlagenberatern Stimme geben
Das Lager der Honorar-Finanzanlagenberater, die für ihre Tätigkeiten keine Provisionen von Produktgebern annehmen dürfen, ist mit nur 375 Gewerbetreibenden sehr klein. Ein neu gegründeter Verband möchte aber künftig den Interessen der kleinen Gruppe Gehör verschaffen.
Die Gruppe der Berufsverbände für Vermittler von Finanz- und Versicherungsprodukten hat ein neues Mitglied. Bereits im vergangenen Jahr hat sich als Interessenvertretung der Honorar-Finanzanlagenberater mit einer Erlaubnis gemäß Paragraf 34h Gewerbeordnung (GewO), die keine Zuwendungen von Produktgebern oder Dritten annehmen dürfen, der Bundesverband der Honorar-Finanzanlagenberater (BVHF) gegründet.
Der Verband, der elf Gründungsmitglieder hat, möchte "die unabhängige Honorar-Finanzanlagenberatung in Deutschland stärken und ihr eine klare Stimme geben", wie er nun in einer Mitteilung schreibt. Entscheidend für die Gründung sei gewesen, dass es keinen Berufsverband gibt, der ausschließlich die Interessen der nur 375 nach Paragraf 34h GewO tätigen Honorar-Finanzanlagenberater vertritt. Der Verband versteht sich als "Interessenvertretung eines Berufsstands, der für Transparenz, Unabhängigkeit und konsequente Mandantenorientierung steht".
Keine Provisionen
"Honorar-Finanzanlagenberatung heißt für uns: provisionsfrei und damit strukturell unabhängig beraten, transparent arbeiten und die Interessen der Mandanten konsequent in den Mittelpunkt stellen", sagt Alexander Briegel, Vorstandsvorsitzender des BVHF. "Der BVHF möchte dazu beitragen, dieses Berufsbild in Deutschland sowohl für Ratsuchende als auch für Berater sichtbarer zu machen und seine Bedeutung für eine faire Finanzberatung klarer herauszustellen." (jb)















