Die Nord LB baut "BIS.on" aus, ihr Informationssystem für Wertpapierberater in Sparkassen. Dafür kooperieren die Hannoveraner mit dem Fintech Dericon. Dessen Wertpapiermanagementsystem "Derifin WMS", eine Plattform für den Mifid-II-konformen Vertrieb von Aktien, Anleihen und Zertifikaten, wird dafür mit BIS.on verknüpft, wie Dericon in einer Pressemitteilung schreibt. Damit sollen die durch die EU-Finanzmarktrichtlinie errichteten Hürden beim Vertrieb von Drittanbieterprodukten gesenkt werden. Zugleich werden die Produktauswahlmöglichkeiten für Sparkassen erhöht, wovon sowohl die Sparkassen als auch deren Kunden profitieren sollen.

Mit dem sogenannten "BIS.on WMS", das den Zugriff auf über 1,5 Millionen Produkte von Verbund- und Drittanbietern ermöglicht, können laut der Mitteilung insbesondere neue Anforderungen der Aufsicht an die Geeignetheit von Finanzmarktprodukten umgesetzt werden. Jenen Anforderungen werde mit der Einführung des sogenannten Äquivalenz-Checks Rechnung getragen: "So müssen alle Produkte in der Kundenberatung nach den Kriterien Komplexität und Kosten beurteilt werden, um abzuklären, ob äquivalente Produkte dem Profil des Kunden gerecht werden können", schreibt Dericon. (jb)