"Neues Produkt": Sparkassen starten Offensive gegen Neobroker
Die Sparkassen planen eine Offensive im Wertpapiergeschäft und nehmen dabei vor allem Selbstentscheider ins Visier. Mit einem neuen Angebot wollen sie dem wachsenden Druck durch Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital begegnen.
Die Sparkassen reagieren mit einer Wertpapier-Offensive auf den wachsenden Druck durch junge Marktteilnehmer wie Trade Republic oder Scalable Capital. Ziel sei es, für Selbstentscheider "ein neues Produkt, ein noch einfacheres Produkt, ein noch offensiveres Produkt auf den Markt zu bringen", sagte Matthias Neth, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, am Mittwoch (4.2.) in Stuttgart.
Fokus auf Selbstentscheider
Im Visier haben die Sparkassen Personen, die sich eigenständig informieren und auf dieser Basis ihre Anlageentscheidung völlig selbstständig treffen – ohne persönliche Beratung der Sparkasse vor Ort.
Die Sparkassen sind derzeit dabei, die passenden Funktionalitäten schrittweise aufzubauen. In der zweiten Jahreshälfte werde es einen gemeinsamen Werbe-Antritt geben, erklärte Neth.
Druck durch Neobroker wächst
Neobroker waren in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen, auch deshalb, weil sie Kunden mit einfachen Angeboten lockten und oft kostengünstiger waren als traditionelle Kreditinstitute.
"Die Kunden wollen solche kostengünstigen Selbstentscheider-Angebote. Sie haben mit den Füßen abgestimmt, indem sie zu den Neobrokern gegangen sind", erklärte Liane Buchholz, Präsidentin der Sparkassen aus Westfalen-Lippe, bereits vor einem halben Jahr. Die Sparkassen müssten solche Angebote schaffen, um nicht weitere Kunden zu verlieren.
Abflüsse bestätigt – Preis noch offen
Neth bestätigte am Mittwoch, dass es Abflüsse in Richtung der Neobroker gebe. Das würden die Sparkassen spüren. Wie das neue Produkt – hinter dem die DWP Bank stehe – bepreist wird, steht laut Neth noch nicht fest. (mb/Bloomberg)















