Ein weiteres Start-up möchte sich am Markt für Altersvorsorge-Produkte etablieren. Die Zielgruppe von Vantik sind jüngere Kunden, die die Berliner Gesellschaft mit einem Online-Abschluss in weniger als elf Minuten sowie einer kostengünstigen und flexiblen Anlage inklusive Auszahlungsmöglichkeiten locken möchte.  

Das Angebot des Berliner Fintchs, welches über eine Erlaubnis gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung verfügt, ist im Kern ein Sparplan auf einen selbst gemanagten Dachfonds. Das Portfolio wird von der Luxemburger Axxion geführt und investiert in börsengehandelte Indextracker (ETFs) auf Aktien, Anleihen, Immobilienaktien und Rohstoffe. Es sind ratierliche Einzahlungen ohne Mindestsumme und Einmalanlagen, aber auch Auszahlungen möglich. Am Ende der Ansparphase hat der Kunde dann die Wahl: Entweder lässt er sich das Geld auf einen Schlag ausbezahlen, oder er lässt sich das Kapital verrenten. 

Kosten: 1,18 Prozent im Jahr
Einen Versicherungspartner hat das Unternehmen aber nicht: "Wir sprechen gerade mit mehreren Versicherern, um gemeinsam eine innovative Lösung für die Rentenphase anbieten zu können, die besser zu den Anforderungen junger Menschen passt. Sobald wir uns für einen Partner entschieden haben, werden wir das mitteilen", teilte Til Klein, Mitgründer von Vantik, auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit.

Die Kosten liegen bei insgesamt 1,18 Prozent im Jahr. Darin sind sämtliche Aufwendungen für die Konto- und Depotführung, den Internetvertrieb – Vermittler sind außen vor – und Kundenservice, die Fondsverwaltung und -management als auch für die ETFs enthalten. Alle Ein- und Auszahlungen sind ebenfalls komplett kostenlos. 

Damit die Anleger nicht allzu sehr unter Marktschwankungen leiden, bietet Vantik obendrein einen Sicherheitspuffer. "Dafür fließen ein Prozent der Beiträge in einen gemeinsamen Pool, der durch eine unabhängige Stiftung verwaltet wird", so Klein. Das dort gesammelte Geld wird dann verwendet, um Verluste möglichst auszugleichen. (jb)