Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch genießt bei Finanzjournalisten aus Deutschland einen exzellenten Ruf: Kein anderer Finanzdienstleister schnitt bei einer nun veröffentlichten Umfrage des Hamburger Beratungsunternehmens Elbe19 besser ab.

Mehr als die Hälfte der 30 befragten Branchenbeobachter bewerten die Reputation des aufstrebenden Asset Managers auf einer Skala von eins (schwach) bis zehn (exzellent) mit einer neun oder zehn. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit deutlichem Abstand Union Investment und die Allianz (siehe Grafik).

Die Deutsche Bank bessert sich...
"N26 und Unicredit haben von keinem der befragten Finanzjournalisten die Top-Bewertung (9 oder 10) erhalten", heißt es in der Studie "Reputationsmanagement bei Finanzdienstleistern". Auch die Deutsche Bank schneidet nicht gut ab, sie landet mit Blick auf die Gesamtreputation auf dem vorletzten Platz. "Wobei der Deutschen Bank von fast zwei Dritteln der befragten Finanzjournalisten eine deutliche Verbesserung in den letzten sechs Monate bescheinigt wurde", wie es in der Analyse heißt.

Elbe19 betont, das Forschungsdesign habe den Charakter einer Pilotstudie. "Pilotcharakter hat zum Beispiel das Marken-Set, welches eine beschränkte Auswahl darstellt, die nicht den Anspruch erhebt, in irgendeiner Form den gesamten Markt oder ausgewählte Teilmärkte abzubilden", so das Beratungshaus. Die Ergebnisse würden daher nur für die 2021 berücksichtigten Marken gelten. Für das kommende Jahr denke man über die Einbeziehung weiterer Unternehmen nach.

... liegt aber nach wie vor deutlich hinter der DWS
Trotz der begrenzten Zahl der abgefragten Marken zeigen sich interessante Unterschiede, was die Gesamtreputation von Asset Managern und deren Eigentümern angeht: So liegen die Deka und die Sparkassen in der Wahrnehmung der Finanzjournalisten quasi gleichauf. Union Investment schneidet einen Hauch besser ab als die Volks- und Raiffeisenbanken, für die der Fondsanbieter tätig ist. Bei der Allianz verhält es sich umgekehrt – da liegt der Versicherer leicht vor der konzerneigenen Asset-Management-Einheit. Der deutlichste Unterschied zeigt sich bei der Deutschen Bank: Deren Fondstochter DWS schneidet deutlich besser ab als das Mutterhaus. (bm)