Die Nürnberger Versicherung hat ihre Vertriebsstruktur neu aufgestellt. Anlass für den Umbau ist nach eigenen Angaben, dass sich durch die Digitalisierung "die Anforderungen von Kunden und Vermittlern hinsichtlich Transparenz, Geschwindigkeit und Service deutlich verändert" haben. An dem Konzept mit dem offiziellen Namen "Vertrieb neu denken" haben die Vermittler selber mitgewirkt, so die Nürnberger.

Im Detail sieht dieses vor, dass die bisherigen Bezirksdirektionen durch eine neue regionale Flächeneinteilung ersetzt werden. Bedeutet: Für Makler gibt es künftig die beiden Vertriebsregionen Nord und Süd. Sie werden jeweils von zwei Landesdirektoren geführt, von denen einer für die Personen- und einer für die Schadenversicherung zuständig ist. Ein weiterer Landesdirektor betreut die Großkunden des Versicherers. Für die gebundenen Generalagenten gibt es vier Vertriebsregionen (Nord-Ost, West, Süd-West, Süd-Ost) mit jeweils einem Landesdirektor.

Vertriebsunterstützung wird nicht angetastet
Im Zuge der Neuaufstellungen werden die Bezirksdirektionen, die aktuell Makler und Mehrfachagenten betreuen, zu Ende 2021 geschlossen. Die Mitarbeiter können sich aber auf andere Stellen im Konzern bewerben, die im Zuge der Reorganisation entstehen werden. "Alternativ besteht die Möglichkeit, nach dem vereinbarten sozialen Rahmen aus dem Unternehmen auszuscheiden", heißt es dazu weiter in der Mitteilung.

Dagegen hält der Versicherer daran fest, dass jeder Vermittler von zwei Vertriebsleitern unterstützt wird: Jeweils einem Spezialisten für Personen- und einem für Schadensversicherungen. Diese müssen sich aber künftig nicht mehr mit Fragen zur Vertriebsadministration wie vertragliche Vermittlervereinbarungen befassen. Das übernehme die Zentrale in Nürnberg. Die Vertriebsleiter sollen sich auf die Unterstützung bei der Kundengewinnung konzentrieren. (jb)