Die französische Oddo Group hat die Übernahme von Meriten Investment Management nach Zustimmung der Finanzaufsicht Bafin in Deutschland abgeschlossen. Das neue Fondshaus, das durch den Zusammenschluss der Oddo-Tochter Oddo Asset Management und Meriten entsteht, wird Oddo Meriten Asset Management heißen. Dies teilte die neue deutsch-französische Fondsgesellschaft mit, die mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von 45 Milliarden Euro zu einem der führenden unabhängigen Fondsanbieter in der Eurozone wird.

Oddo hatte zudem Ende 2014 die Frankfurter Wertpapierbank Close Brothers Seydler übernommen. Der Vorstandschef des Geldinstituts, René Parmantier, rückt in den Aufsichtsrat des neuen Fondshauses Oddo Meriten vor. Die französische Finanzgruppe hält zudem eine Beteiligung an der BHF Bank und ringt derzeit in einem Bieterwettstreit mit dem chinesischen Investor Fosun um die Mehrheit an dem Institut.

Zwei Hauptsitze mit Doppelspitze
Die Übernahme der deutschen Meriten Asset Management von ihrem Vorbesitzer BNY Mellon Investment Management war Anfang April angekündigt worden (FONDS professionell ONLINE berichtete). Der französische Finanzdienstleister möchte mit der Fusion seine Expansion auf dem deutschen Markt sowie sein langfristiges Engagement im Bereich Asset Management bekräftigen.

Die zwei juristischen Einheiten in Frankreich und Deutschland werden nach wie vor von Nicolas Chaput und Werner Taiber geführt. Chaput steuert von Paris aus als globaler Vorstandschef und Co-Investmentchef die Gesellschaft. Taiber, der in Düsseldorf sitzt, wird stellvertretender globaler Vorstandschef mit Zuständigkeit für den weiteren Ausbau des Vertriebs.

Mehrheit der Kunden kommt aus Deutschland
Die französisch-deutschen Wurzeln der neuen Gesellschaft spiegeln sich in der aktuellen geografischen Herkunft der Kunden wider: 55 Prozent der Kunden kommen aus Deutschland, 37 Prozent aus Frankreich und acht Prozent aus anderen Märkten. Weltweit betrachtet sind 76 Prozent der Kunden institutionelle Investoren, 24 Prozent kommen aus dem Drittvertrieb, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Vom verwalteten Vermögen entfallen nach heutigem Stand 17 Milliarden Euro auf den Bereich Fixed Income, acht Milliarden Euro auf Aktien, neun Milliarden Euro auf Asset-Allocation-Produkte, zwei Milliarden Euro auf Wandelanleihen, sechs Milliarden Euro auf systematische Strategien und drei Milliarden Euro auf andere Bereiche. (jb/ert)