Orientierung für die Vorsorge: DIA bietet "Lebenserwartungsrechner"
Wie alt werde ich? Kaum eine Frage beschäftigt Menschen so sehr wie diese. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge zeigt mit dem neuen "DIA-Lebenserwartungsrechner" die statistische Lebenserwartung – auch als Fingerzeig für die Altersvorsorge.
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat seinen "DIA-Lebenserwartungsrechner" vorgestellt. Die Berechnungsformel wurde mit Unterstützung von Professorin Kathrin Möllenhoff, Universität zu Köln, entwickelt. Grundlage ist die Kohortentafel (Generationensterbetafel) des Statistischen Bundesamtes, wie das DIA mitteilt.
Die Gewichtung und Ableitung der einzelnen Einflussfaktoren basieren dann auf nationalen und internationalen epidemiologischen Langzeitstudien zur Mortalität und Lebenserwartung. Wissenschaftlich gut belegte Einflussgrößen wie Bewegung, Rauchen, BMI, Schlaf, Alkoholkonsum und familiäre Langlebigkeit ergänzen das Modell.
Statistisch belastbare Orientierung
"Wir kombinieren amtliche Generationensterbetafeln mit epidemiologisch gut abgesicherten Lebensstilfaktoren. Das Ergebnis ist keine individuelle Vorhersage, sondern eine statistisch belastbare Orientierung für den jeweiligen Jahrgang und die persönliche Lebenssituation", erläutert Möllenhoff.
Der Hintergrund für die Entwicklung des Rechners ist die politische Diskussion über Renteneintrittsalter, Aktivrente und flexible Übergänge zwischen Erwerbsleben und Ruhestand. Hierbei stehe meist die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rente im Fokus. Weniger beachtet werde die individuelle Perspektive. Für viele Menschen dauere der Ruhestand heute zwei Jahrzehnte oder länger – Tendenz steigend. Damit wachse auch das Risiko, dass das Vorsorgevermögen nicht ausreicht.
Unterschätzte Lebensdauer
"Das größte Risiko für viele Ruhestandsplanungen ist nicht die Börse, sondern die unterschätzte eigene Lebensdauer“, so DIA-Sprecher Peter Schwark. "Wer realistisch einschätzt, wie lange die Rentenphase dauern kann, trifft bessere Entscheidungen – ob bei Entnahmeplänen, privater Vorsorge oder der Frage, wie flexibel der Übergang in den Ruhestand gestaltet werden soll." (fp)














