Trotz fortschreitender Digitalisierung wünschen viele Anleger weiterhin eine Beratung von Mensch zu Mensch. In einer Umfrage im Auftrag des Vermögensverwalters Amundi unter mehr als 2.000 Bundesbürgern gaben 44 Prozent der Befragten an, sich an einen Bank- oder Vermögensberater zu wenden. Weitere 20 Prozent bevorzugen eine Kombination aus persönlicher und digitaler Beratung. Gerade einmal sieben Prozent würden ein rein digitales Beratungsangebot nutzen. Zehn Prozent der Befragten wünschen überhaupt keine Beratung.

Von jenen Umfrageteilnehmern, die Beratung in Anspruch nehmen würden, legten 67 Prozent Wert auf das persönliche Gespräch. Rund 70 Prozent erklärten, dass das Vertrauen in den persönlichen Berater ihnen die Anlageentscheidung erleichtere. Besonders wichtig ist den Deutschen, dass ihr Berater Anlagemöglichkeiten anschaulich und verständlich erklärt (78 Prozent), eine nachvollziehbare Kostenaufstellung vornimmt (77 Prozent) und ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt (75 Prozent). Eine möglichst große Auswahl an Anlageprodukten ist dagegen für weniger Anleger von zentraler Bedeutung (55 Prozent).

Niedrige Kosten und Sicherheit liegen vorn
Die Deutschen mögen Veränderungen nicht sonderlich – das zeigt sich nicht nur in den Antworten zu den Beratungskanälen, sondern auch bei jenen zur Anlagestrategie. So legen trotz Niedrigzinsen 52 Prozent der Befragten ihr Geld nach wie vor auf ein Sparbuch, ein Tagesgeld- oder ein Festgeldkonto. Nur 13 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, Aktien oder Anleihen zu kaufen. Weitere 13 Prozent investieren in Immobilien, je zehn Prozent in ETFs oder aktiv verwaltete Fonds.

Deutsche Anleger haben klare Vorstellungen davon, was ihr Investment leisten soll. Am wichtigsten sind ihnen laut Amundi-Umfrage niedrige Kosten (81 Prozent), gefolgt von Sicherheit (80 Prozent) und Flexibilität (78 Prozent). Der Aussage "Die Rendite steht für mich im Vordergrund" stimmten dagegen nur 58 Prozent der Befragten zu. (fp)