Der Finanzvertrieb Plansecur warnt nachdrücklich vor Angriffen durch Hacker: Phishing-Attacken, Datendiebstahl, Erpressersoftware, Viren, Würmer, Trojaner, Botnetz-Angriffe und immer neue IT-Sicherheitslücken: Die Gefahren sind mannigfaltig werde jeden Monat akuter. Zugleich gibt die Gesellschaft Tipps, worauf Berater bei der Vermittlung von "Cyber-Policen" an Unternehmen achten müssen. "Angesichts der Vielzahl der möglichen Angriffsszenarien ist es schwierig, die passende Versicherungskombination zu finden", so Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan. 

Die "Cyberdeckung", also die Absicherung gegen ausufernde und häufig existenzbedrohende Schäden durch Cyberangriffe und IT-Sicherheitslücken, sollte zwei Fälle berücksichtigen, rät die in Kassel ansässige Gesellschaft: Die eigenen Nachteile und eventuelle Schädigungen Anderer durch Pflichtverletzungen des Unternehmens. 

Kostenlawine
Wenn beispielsweise eine Datenbank mit personenbezogenen Informationen entwendet wird, können die davon Betroffenen Ansprüche gegen die Firma wegen Datenschutzverletzungen geltend machen. Oder Kunden können erhebliche Forderungen erheben, wenn sie zeitweise einen Onlineservice nicht erreichen können. "Alle diese Schäden lassen sich durch eine Haftpflichtversicherung abdecken", erklärt Szepan.

Hinzu kommen die unmittelbaren Eigenschäden beim angegriffenen Unternehmen. Die Wiederherstellung von IT-Systemen, Datenbanken und Webseiten, die zwitnahe Benachrichtigung der Betroffenen, Computerforensik, Rechtsberatung, Krisenkommunikation und im schlimmsten Fall sogar die Betriebsunterbrechung: Je nach Angriffsszenario kann die Kostenlawine sehr groß werden. (jb)


FONDS professionell hat das Thema Cyberversicherung und Cyberkriminalität in der Ausgabe 4/ 2018 in einem zehn Seiten starken Spezial von verschiedenen Seiten beleuchtet. Angemeldete KLUB-Mitglieder finden die insgesamt sechs Artikel hier im E-Magazin.