Die Postbank setzt ihre im April gestartete Vertriebsaktion zum Thema Nachhaltigkeit fort. Nachdem sie vor knapp einem halben Jahr den Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities in die Vertriebspalette aufgenommen hatte, fügte sie nun den DWS Invest Green Bonds in die Liste der Beratern zur Verfügung stehenden Portfolios ein. "Anleger suchen vermehrt nach Möglichkeiten, auch den Rententeil ihres Portfolios unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien anzulegen", begründet das Geldinstitut den Schritt. 

"Das Thema Nachhaltigkeit komme bei den Postbank-Kunden gut an", sagte bereits im April Karsten Rusch, bei der Bank als Bereichsleiter zuständig für die Produktlinien Wertpapiere und Versicherungen. "Sie wollen in zunehmendem Maße nicht nur in ihre eigene Zukunft investieren, sondern auch in die ihrer Kinder und Enkel." Ruschs Arbeitgeber kann das auch mit Zahlen untermauern: Für den DWS Invest SDG Global Equities konnten nach eigenen Angaben bereits rund 100 Millionen Euro an Kundengeldern eingesammelt werden.

Spezielle "grüne Richtllinien" für Anleihen
Bei nachhaltigen Anleihen können die Anleger zudem auf ein immer größer werdendes Angebot zurückgreifen. Der Markt für sogenannte "Green Bonds" boomt. Mit einem Gesamtvolumen von 650 Milliarden Euro machen sie mittlerweile rund zwei Prozent der gesamten Anleiheemissionen am globalen Rentenmarkt aus. 

Die DWS hat laut der Pressemitteilung spezielle "Green-Bond-Richtlinien" entwickelt, um Investition in Projekte mit einem fraglichen ökologischen Nutzen zu verhindern. Im ersten Schritt werde untersucht, ob die Anleihe die Green-Bond-Prinzipien erfüllt und langfristig einhält sowie das Investitionsprojekt einen nachhaltigen ökologischen Nutzen stiftet. Des weiteren steht der Emittent selbst auf dem Prüfstand. Neben der Analyse der Nachhaltigkeitsstrategie werden die Verletzung von Menschenrechten, Zwangs- und Kinderarbeit oder schlechte Arbeitsbedingungen untersucht.  (jb)