Nach der Zusammenlegung der Provinzial-Versicherungen setzen die rheinischen Sparkassen auf weitere Fusionen im öffentlichen Lager, wie das "Handelsblatt" berichtet. "Das Thema Synergieeffekte bei den Beteiligungen bleibt für uns weiterhin auf der Tagesordnung", sagte Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes (RSGV), der Zeitung zufolge am Mittwoch (21. April) in Düsseldorf. 

"Ganz konkret geht es um die LBS West", erklärte Breuer. Er hoffe auf Zusammenschlüsse der Bausparkassen innerhalb der öffentlich-rechtlichen Gruppe und darauf, in Kürze konkrete Ergebnisse verkünden zu können. Zudem stehe der RSGV einem Zusammenschluss zwischen der Fondsgesellschaft der Sparkassen, der Deka, und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) grundsätzlich nicht mehr im Wege, sagte Breuer der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge. Der RSGV werde gute Konzepte nicht blockieren.

Nukleus für Sparkassen-Zentralinstitut
Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, macht sich seit einigen Jahren für ein Spitzeninstitut der Sparkassen stark, trifft in den eigenen Reihen aber immer wieder auf Widerstand. Der jüngste Plan sah vor, die Helaba und die Deka zu verschmelzen. Die beiden Institute hatten Anfang 2020 Verhandlungen über eine Fusion aufgenommen. Dabei sollte ein Nukleus für ein Sparkassen-Zentralinstitut entstehen, dem sich später auch andere Landesbanken anschließen könnten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Gespräche aber vorerst ausgesetzt worden. (am)