Warum ergreifen Menschen einen bestimmten Beruf? Geld, Interesse, Zukunftschancen und gesellschaftliches Ansehen dürften die Hauptgründe bei der Wahl sein. Im Falle von Versicherungsvermittlern fällt der letzte Punkt weg, ihr Ansehen in der Bevölkerung ist sehr schlecht, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Im jährlichen Ranking von dieses Mal insgesamt 33 Berufen, den der Beamtenbund DBB in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa erstellt hat, landeten die Berater wie in den Vorjahren auf dem letzten Platz. Schlimmer ist aber, dass sich ihr Image im Vergleich zu 2017 verschlechterte – ebenso wie das von Bankern, wie sich aus der Studie "Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2018" entnehmen lässt.

Kanalarbeiter erscheinen weniger anrüchig
Bei der diesjährigen Befragung, der sich im Juni 1.003 Verbraucher in Telefoninterviews stellten, gaben lediglich zehn Prozent an, eine hohe Meinung von Versicherungsvermittlern zu haben. Im Vorjahr waren es immerhin noch elf Prozent gewesen. Die schlechteste Meinung hatten die Bürger aber 2016 von den Vermittler: Damals sagten nur neun Prozent, dass sie eine hohe Meinung von diesen haben (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Banker landeten ebenfalls erneut weit unten in dem Ranking. 31 Prozent der Befragten gaben in den Interviews an, eine hohe Meinung von den Bankmitarbeitern zu haben. Voriges Jahres sagten das noch 33 Prozent, vor zehn Jahren aber noch 38 Prozent. Die Berufe mit dem höchsten gesellschaftlichen Ansehen sind unverändert Feuerwehrmänner, Ärzte und Kranken- beziehungsweise Altenpfleger. Auch Kanal-Klärwerksmitarbeiter sind besser gelitten: 67 Prozent haben eine hohe Meinung von deren Tätigkeit. (jb)