Aus und vorbei: Die Landesbank Saar wird ihr Privatkunden-Geschäft in Bälde einstellen, berichtet die "Saarbrücker Zeitung " (SZ). Betroffene Kunden seien bereits am vergangenen Wochenende über die bevorstehende Einstellung des Geschäftszweiges informiert worden, heißt es dort. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Saar LB, Gunar Feth, empfiehlt ihnen einen Wechsel zur Sparkasse Saarbrücken, die auf das Privatkundengeschäft spezialisiert sei.

Zwar könne die ­Saar-LB ihren Privatkunden jetzt noch alle zeitgemäßen Services bieten. Doch auf Dauer sei das Institut nicht in der Lage, die "schnelle Entwicklung im Privatkundensektor" für die geringe Zahl an Bestandskunden, die bei rund 3.000 Personen liegt und von denen pikanterweise ein gutes Drittel aus aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Bank besteht, mitzumachen, zitiert die SZ Feth: "Kunden fragen zunehmend, wann wir einen 24-Stunden-Service gewährleisten. Den wird es bei uns aber nicht geben." Auch die bisherigen Privatkundenberater der Saar LB sollen zur Sparkasse Saarbrücken wechseln.

Von den Schließungsplänen sei die Vermögensverwaltung für vermögende Kunden nicht betroffen. In welcher Form diese weitergeführt wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Die Saar LB möchte sich in Zukunft Eigenangaben zufolge stärker als deutsch-französische Bank für den Mittelstand, insbesondere aus der Immobilienwirtschaft, konzentrieren. (mh)